Wie Sie mit wenig Aufwand Ihre Methoden aus Präsenzseminare in Online-Methoden umwandeln können

Vom Präsenz-Trainer zum Online-Trainer:
Wie Sie mit wenig Aufwand Ihre Methoden aus Präsenzseminaren in Online-Methoden umwandeln können

Immer wieder werden Trainer-Kolleginnen und –Kollegen von Unternehmen gefragt, ob sie ihre Themen auch als Online-Seminare anbieten. Viele der Trainer sind sich aber noch unklar, ob das was für sie ist. Oft ist es auch die Scheu, wieder so viel Neues lernen zu müssen und sich in diese ganz anderen Welten einzuarbeiten.

In diesem Beitrag möchte ich Sie ein wenig ermutigen, indem ich zeige, dass Sie ja schon ganz viel mitbringen aus Ihrer Trainerpraxis und dass sie vieles von dem einsetzen können, was Sie schon haben.

Schauen wir uns einige konkrete Methoden an, wie Sie diese ohne oder mit nur wenig Veränderung auch in Online-Seminaren einsetzen können.

Achtung, auch für Nur-Präsenztrainer lesenswert!

Auch wenn Sie am Thema Online-Seminare im Moment nicht interessiert sind: Ich stelle die Methoden erst als Präsenzmethoden vor, Sie können ja dann die Online-Varianten ignorieren.

Wie können Sie Präsenz-Methoden in Online-Methoden umwandeln

Zuerst stelle ich die jeweilige Präsenzmethode vor, dann eine Variante für ein Webinar und eine Variante für die Arbeit in einem Forum.
Manche Methode ist besser für ein Webinar geeignet, andere mehr fürs Forum und andere kann man in beide Formen übertragen.

Ich stelle Ihnen Methoden zu verschiedenen Seminarphasen vor: eine zum Einstieg, Themen-Input, Wiederholung, Transfer und Auswertung

Centering – zum Einstieg

Das Centering ist eine Entspannungsübung zum Einstieg in ein Seminar, das den Teilnehmern hilft, nach eine Anreise oder einem langen Tag nicht nur körperlich, sondern auch geistig anzukommen.

Im Präsenzseminar

Die Teilnehmer setzen sich entspannt hin, im Hintergrund läuft leise Musik und der Trainer spricht dazu einen Text, bei der die Teilnehmer noch einmal den bisherigen Tag ablaufen kommen, um schließlich im Raum anzukommen. Dazu können noch einige positive Impulse gegeben werden, wie: „—und du bist nun ganz neugierig, was dich hier im Seminar erwartet…“ usw.

Im Webinar

Im Webinar kann ich es ganz genauso machen, da gibt es keinen Unterschied. Bei edudip kann ich vorher Entspannungsmusik von YouTube einstellen, die ich dann im Hintergrund laufen lassen kann und dazu spreche ich meinen Text.

Dazu stelle ich noch ein schönes Landschafstfoto ein, obwohl ich den Teilnehmern empfehle, die Augen dabei zu schließen.

Im Forum

Im Forum habe ich eine Audio-Datei eingestellt bzw. zwei zur Auswahl: eine mit und eine ohne Begleitmusik. Denn manche lenkt das ab, anderen hilft die Musik bei der Entspannung.

Die Teilnehmer können selbst entscheiden, wann und wo sie diese Übung dann durchführen.

Für den Trainer bedeutet das ein wenig mehr Arbeit, ich muss es eben vorher aufnehmen und so bearbeiten, dass ich es im Forum einstellen kann.
(Tipp: Mit Audacity ist das aber kein Zauberwerk).

 

Einführung in ein Thema oder Themen-Input mit einer Lernlandschaft

Im Präsenzseminar

Die Lernlandschaft nenne ich oft meine Alternative zu PowerPoint-Vorträgen, die ja auch viele Präsenztrainer halten.

Dazu bereiten Sie Karten mit Stichworten vor, die in das Thema einführen und zu jeder Karte suchen Sie einen passenden Gegenstand. Dieser sollte möglichst merk-würdig sein, also witzig, übertrieben, auffallend etc. Denn das fördert die Konzentration und Neugier Ihrer Teilnehmer und bleibt auch besser im Gedächtnis.

 

 

Im Webinar

Dazu können Sie Fotos einstellen,  die jeweils ein Stichwort mit Gegenstand abbilden und die Folien nach und nach zeigen und dazu das gleiche erläutern, was Sie im Präsenzseminar dazu sagen.

Als Variante können Sie das Stichwort auf die Folie schreiben und dazu einen passenden Gegenstand in die Webcam halten.

 

Im Forum

Dazu habe ich eine PowerPoint-Bildschirmpräsentation in einem Video aufgenommen. Dort erscheint dann erst das Stichwort und dann das Foto mit dem Gegenstand. Die Teilnehmer können sich in ihrem Tempo durchklicken oder Sie stellen es vorher auf soundsoviel Sekunden ein, wann die nächste Folie kommt.

Schlichtere Variante:
Sie können die Fotos der Lernlandschaft in den passenden Text einfügen, in dem Sie schriftlich Ihre Erläuterungen geben.

Wiederholungsübung Wort und Bild

Im Präsenzseminar

Auf einem Tisch liegen zwei Karten-Stapel mit der Schrift nach unten verteilt. Auf der Rückseite sind Fotos oder Bilder aufgeklebt.
Die Motive der Fotos sollten aus zwei unterschiedlichen Themenbereichen kommen. Beispielsweise links Naturfotos und rechts Bilder von Gemälden.

Bei mir sind es einmal Fotos aus dem Bergischen Land und rechts Fotos aus der Sahara (das ist auch deutlich zu unterscheiden :-).

Auf der linken Seite stehen Fachbegriffe oder ein Stichwort zu den Seminarinhalten, auf der rechten Seite die Namen der Teilnehmer.
Dazu lasse ich diese vorher ihre Namen auf ein Post-it schreiben, das ich schnell auf die Karten klebe, bevor ich sie umgekehrt auf den Tisch lege.

Verlauf

Ein Teilnehmer beginnt, hebt eine Karte von links auf, legt sie umgedreht auf den Tisch und liest den Fachbegriff vor.

Dann dreht er eine rechte Karte um und der Teilnehmer, dessen Name dort steht, muss nun etwas zu diesem Fachbegriff sagen.

Dazu können Sie unterschiedliche Aufgabenstellungen geben. Entweder er sagt einfach nur einen Satz dazu oder er soll es ausführlicher erläutern oder ein Beispiel bringen etc.

Dann dreht er die nächsten zwei Karten um (Fachbegriff und Teilnehmer), so dass nach und nach jeder mal einen Begriff erläutern muss.

Im Webinar

Diese Methode erfordert ein wenig Abwandlung. Die Fachbegriffe sind auf der Folie sichtbar, was aber ebenso zufällig gestaltet werden kann, ist die Auswahl, welcher Teilnehmer wozu etwas sagen soll.

Dazu sind auf der Folie neben den Fachbegriffen Zahlen und ein Teilnehmer ordnet ganz willkürlich mit einer Linie jedem Fachbegriff eine Zahl zu.

Danach wird die nächste Folie gezeigt, auf der neben jeder Zahl ein Name eines Teilnehmers steht.

Im Forum

Hier habe ich eine Liste mit Fachbegriffen eingestellt (auch das können Sie visuell etwas schöner gestalten, die Begriffe beispielsweise mit der Hand schreiben oder sonst wie gestalten) und jeder Teilnehmer soll dann blind mit dem Finger auf die Begriffe tippen.

Zu dem ausgewählten Begriff schreibt er dann einen Satz (oder mehr) ins Forum drunter, was ihm dazu einfällt.

Das kann hier dann noch erweitert werden, dass andere auch nachfragen können, das Beispiele dazu eingestellt werden etc.

 

Mit Kopfstand den Transfer meistern

Im Präsenzseminar

Die Fragestellung können Sie auf ein Flipchart schreiben und die Teilnehmer entweder einzeln oder in Gruppen zu einem Brainstorming einladen.
Die einzelnen Ideen sollten auf jeden Fall notiert werden, auf einem Papier, auf einem Flipchart, auf Moderationskarten auf der Pinwand- je nach Arbeitsform.

Die Frage lautet: Was kannst du aktiv tun, damit du nichts von dem Seminar umsetzt?

Dieses paradoxe Brainstorming macht den Teilnehmern in der Regel großen Spaß.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, die gesammelten Negativ-Ideen ins positive umzuwandeln mit der Frage: Was kann ich tun, damit ich möglichst viel aus diesem Seminar umsetze?

Dazu schaue ich mir Punkt für Punkt an. Zu jedem Negativ-Satz kann dann eine positive Idee kommen, es können aber auch durchaus mehrere sein. Alles, was einem dazu einfällt, wird ebenfalls notiert.

Im Webinar

Nach dieser Einstiegsfolie und Erläuterung wird ein leeres Whiteboard geöffnet, auf dem die Teilnehmer dann gleichzeitig in ein Brainstorming einsteigen und alle Ideen aufschreiben.

In meiner Online-Trainer-Ausbildung machen wir diese Übung beim vorletzten Webinar, so dass die Teilnehmer dann Zeit haben, in der letzten Woche daran weiterzuarbeiten. In diesem Fall findet die Weiterarbeit dann im Forum statt.

Beim Beispiel oben war es ein einmaliger Workshop, da können die Teinehmer nur anschließend alleine die Fortsetzung durchführen, also die neagtiven Ideen in positive konkrete Schritte umwandeln.

Im Forum

Hier können die Teilnehmer dann gemeinsam die Punkte des „Negativ-Brainstormings“ in positive Ideen umwandeln. Dazu stelle ich einen Screenshot vom Whiteboard aus dem Webinar ein und jeder notiert darunter seine konkreten Ideen. Die wiederum weitere Ideen bei anderen auslösen können. Wie bei sonstigen Brainstormings auch. Nur dass es hier zeitlich etwas verzögert stattfindet.

 

Was angeln Sie aus dem Fischteich – zur Auswertung

Im Präsenzseminar

Dazu bereiten Sie eine Pinwand vor. Sie können dort ein Fischnetz zeichnen oder ein richtiges Netz drüber spannen und die Teilehmer schreiben Stichworte auf zwei verschieden farbige Moderationskarten.

Was habe ich geangelt, was nehme ich mit?

Was lasse ich im Teich zurück?

Jeder füllt die Karten für sich aus und nacheinander hängen die Teilnehmer ihre Karten an die Pinwand und erläutern sie.

Im Webinar

Dazu bereite ich eine entsprechende Folie vor, wo die Teilnehmer dann mit dem Textwerkzeug entsprechende Stichworte notieren können und wer mag, auch noch mündlich ergänzen.

Im Forum

Im Forum können Sie eine Word-Datei anhängen, auf der zwei Fische gezeichnet sind. Die Teilnehmer können dann dort schriftlich ihre Feedbacks notieren.

Das waren jetzt eine Menge Beispiele, die Ihnen sicher gezeigt haben, wieviel Sie schon in der Tasche haben, das Sie leicht verändert auch in Online-Seminaren nutzen können.

Ich kann für mich nur sagen, dass es mir zudem total Spaß macht, da kreativ an den Methoden rumzubasteln und oft auch mit den Teilnehmern zusammen noch weitere Varianten zu entwickeln.

 

Wenn Sie mehr lernen wollen

Am 24.07.2017 startet meine 16. Online-Trainer-Ausbildung.

Anmeldeschluss ist der 19.07.2017

Melden Sie sich am besten direkt an und sichern Sie sich Ihren Platz. Die Höchtsteilnehmer-Zahl liegt bei 10, damit wir intensiv miteinander arbeiten können.

Ausführliche Informationen zur Online-Trainer-Ausbildung finden Sie hier.

 

 

5 Voraussetzungen, damit Sie gute und erfolgreiche Online-Seminare geben können

Jeden Tag erreichen mich zahlreiche Einladungen zu Online-Seminaren und ich habe schon viele angeschaut und besucht. Doch nicht jeder, der so etwas anbietet, macht es auch wirklich gut.

Was sind Voraussetzungen, damit man gute Online-Seminare geben kann? Mit Online-Seminaren meine ich übrigens sowohl Webinare, also Live-Online-Seminare und die Arbeit in einem Forum. Ich persönlich kombiniere immer beide Formen, da ich das am effektivsten finde.

5 Voraussetzungen im Überlick

Zuerst einmal einen Überblick, später gehe ich auf Punkt 3 ausführlicher ein. Und auch wenn die anderen Punkte erst einmal banal und selbstverständlich erscheinen, möchte ich aus bestimmen Erfahrungen heraus auch darauf kurz eingehen.

  1. Thema
  2. Fachwissen und Erfahrung
  3. Methodisch-didaktische Kompetenz
  4. Freude an PC und technisches Know How
  5. Offenheit und Bereitschaft, ständig Neues zu lernen

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Online-Seminare oder Online-Kurse

Vor kurzem hat es bei mir Klick gemacht. Denn vorher war ich schon einige Male irritiert gewesen, als ich eine Online-Fortbildung buchte.

Online-Seminare, wie ich sie beispielsweise durchführe und Online-Kurse sind zwei gänzlich unterschiedliche Formate. Beide haben ihre Berechtigung und beide können sinnvoll sein, es ist halt nur hilfreich, wenn man vorher wirklich weiß, was man bucht.

Damit Sie besser durchblicken als ich und Sie gleich bewusst entscheiden können, kläre ich Sie hier einmal auf.

Wobei ich zuerst die Teilnehmer-Perspektive beleuchte (wie lerne ich am besten?) und am Ende die Trainer-Sicht darstelle (was möchte ich online warum anbieten?). Es kann ja sein, dass Sie wie ich beide Rollen ausfüllen.

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Optimale Rahmenbedingungen für Webinare

Ganz gleich, ob Sie Webinare nutzen, um neue Kunden zu gewinnen, etwas zu verkaufen oder richtige Online-Seminare geben, in denen Teilnehmer etwas lernen, es funktioniert nur, wenn diese störungsfrei ablaufen.

Wenn Sie dann zusätzlich Ihren Teilnehmern auch noch einen besonderen Service anbieten, stechen Sie auch aus der großen Menge der Webinar-Anbieter heraus.

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Kreative Lösungen bei Webinaren außerhalb

Not macht erfinderisch. Und manches ist durchaus naheliegend, man muss nur erst mal drauf kommen :-).

In meinem Büro zu Hause arbeite ich mit 2 Monitoren. Vor allem bei Webinaren komme ich inzwischen ohne 2. Monitor nicht mehr aus.
Auf meinem Laptop agiere ich im Virtuellen Klassenraum, auf der Webinar-Plattform, auf dem 2. Monitor habe ich die PDF meiner Power Point Präsentation mit den entsprechenden Notizen. Die nutze ich als Spickzettel während des Webinars, um zu sehen, was ich zu den einzelnen Folien erläutern will, welche Aufgabenstellungen ich den Teilnehmern gebe etc. Denn auf den Folien sind oft nur Fotos, Grafiken, Stichworte.

Doch nun bin ich in der Türkei.

Tablet als 2. Monitor

Und dann kam ich auf die Idee, Mensch, ich habe doch ein Tablet mit.
Da kann ich doch die PDF mit Notizen hochladen und als 2. Monitor-Ersatz neben mein Laptop stellen.
Das fand ich dann wirklich genial – obwohl es ja wirklich naheliegend ist.

Mit LAN-Kabel ins Netz

Hier in der Türkei bin ich froh, dass ich eine Möglichkeit habe, mein LAN-Kabel einzustecken, denn nur über W-LAN empfiehlt es sich nicht, Webinare zu halten. Da ist die Verbindung zu schwach, es gibt ständig Abbrüche, vor allem, wenn man mit Webcam und Videos arbeitet.

Das habe ich also gelöst, indem ich ein extrem langes LAN-Kabel aus Deutschland mitgebracht habe, dass bis zum ersten Tisch im Ess-Raum reicht, wo (vorher) Ahmet und Münevver frühstücken.

Zeiten anpassen

Diesmal war ich auch so schlau, die Webinar-Termine auf 10 Uhr in Deutschland zu legen. Dann sind es hier 11 Uhr und das Frühstück ist vorbei und alles ist abgeräumt. Auch Ahmet und Münevver haben selbst gefrühstückt und mein „Laptop-Tisch“ ist frei.
Sonst wäre unser Webinar mit Geschirrklappern untermalt und Ahmet würde ständig mit Tabletts voller Geschirr an mir vorbei laufen. Was mich ziemlich ablenkt.

So konnten alle 6 Webinare entspannt laufen und die restlichen sicher ebenso. Stromausfall gab es bisher auch nicht, jedenfalls nicht während der Webinarzeiten. Al-Hamdulillah!

Wenn Sie weitere Tipps haben möchte, wie Sie für einen störungsfreien Ablauf Ihrer Webinare sorgen können, dann bestellen Sie sich diese hier gratis.

 

Tat-Wirkungs-Bogen

Präsenzmethoden in Online-Methoden umwandeln

Auf dem Trainer Kongress Berlin besuchte ich u.a. den Workshop von Harald Groß mit seinen „Munterrichtsmethoden“.

Auch wenn es mir nicht an Methoden mangelt, da ich ja selbst über 20 Bücher mit Methoden veröffentlicht habe, wollte ich ihn mal kennenlernen. Zumal ich am Tag vorher von einem Kollegen gehört hatte, dass die Methoden auch für ihn tatsächlich alle unbekannt waren.

Ich hatte mir vorgenommen, einfach mal zu schauen, welche der Methoden ich in Online-Methoden umwandeln kann.

Was ich erlebte

In der Tat waren auch für mich die meisten Methoden neu, zumindest in der konkreten Ausführung.
Für erfahrene Trainer ist es ja zudem hilfreich, weniger darauf zu schauen, kenne ich das oder nicht, sondern zu schauen: WIE macht der das? Denn davon kann man immer lernen. Sei es, dass man was abschaut oder zum Ergebnis kommt: „So nicht, dafür aber ….“.

Bei etlichen Methoden kam mir zumindest die Idee, dass man sie in veränderter Form oder sogar unverändert auch in Online-Seminaren einsetzen kann.

Eine Methode nehme ich hier als Beispiel.

Tat-Wirkungs-Bogen

*Methode von Harald Groß

(hier finden Sie auch die ausführliche Beschreibung der Methode)

Kurzbeschreibung für Präsenz

Ziel
Lerntransfer vorbereiten, Praxiserfahrungen auswerten

Jeder Teilnehmer erhält ein Arbeitsblatt. Dort kann man oben drüber seinen Namen schreiben und im oberen Feld steht die Überschrift: „Das mache ich“, im unteren Feld steht: „Mit dieser Wirkung“

Verlauf
Die Teilnehmer überlegen, was sie seit dem letzten Kursteil in die Praxis umgesetzt haben und welche Wirkung dies hatte.

Dazu tragen sie eine konkrete Tat ein und darunter, welche Wirkungen dies hatte.

Anschließend stellen alle reihum ihre Ergebnisse vor.

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Variante

Auf dem Kongress war natürlich gar nicht die Situation, dass wir irgendetwas aus einem Seminar umgesetzt haben, sondern jeder hat sich einfach eine Sache überlegt, was er in seinen Seminaren so macht.

Das zeigte: Diese Methode ist auch noch weiter nutzbar, nicht nur für das Thema Transfer. Für mich hatte genau das nämlich verblüffende Ergebnisse gebracht, weshalb ich die Methode auch so klasse fand.

Mir sind nämlich durch das Aufschreiben erst Wirkungen bewusst geworden, die gar nicht in meiner bewussten Planung und Intention waren.

Mein Beispiel

Das mache ich

Ich setze interaktive kreative Methoden bei Online-Seminaren ein.

Mit dieser Wirkung

Die Teilnehmer sind aktiv und lernen damit leichter und schneller.

Sie haben auch Spaß dabei.

Sie verlieren leichter ihre Ängste vor Online-Seminaren.

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Gerade der letzte Aspekt war mir vorher gar nicht so bewusst gewesen. Viele Trainer haben große Vorbehalte vor Online-Seminaren. Meistens, weil sie sich vor der Technik fürchten und denken, dass das alles so kompliziert ist.
Ich selbst hatte eher riesige Bedenken, weil ich schon in Präsenzseminaren keine Power Point Vorträge mag und fürchtete, dass ich mich in Online-Seminaren zu Tode langweile.

Wenn wir das erste Webinar in der Online-Trainer-Ausbildung beenden, kommt ganz oft die Rückmeldung: Ich hätte nicht gedacht, dass Webinare solchen Spaß machen können und die Zeit so schnell vergeht. Und dass man solche kreativen und aktiven Methoden einsetzen kann. Die Verblüffung ist bei den Teilnehmern meist ziemlich groß.
Und somit habe ich damit auch schon „nebenbei“ Ängste und Widerstände gegen Online-Seminare abbauen helfen.

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Online-Varianten    

In meiner Online-Trainer-Ausbildung kann ich es sofort einsetzen, da wir dort drei Module  auf drei Monate verteilt haben und die Teilnehmer in der Zwischenzeit etliches ausprobieren konnten.

Im Forum

Im Forum kann man es genau so machen. Die Teilnehmer bekommen das Arbeitsblatt und füllen es aus und laden es wieder hoch.
Anschließend können alle bei den anderen lesen und eventuell nachfragen und sich darüber austauschen.

Im Webinar

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Variante:
    Sie verschicken die Arbeitsblätter vor dem Webinar (oder stellen es ins Forum) und bitten die Teilnehmer, die Blätter vorher auszufüllen und zum Webinar mitzubringen oder Ihnen vorher zuzuschicken.

Dann stellen sie es im Webinar  nur kurz vor.

  1. Variante:
    Sie stellen das Arbeitsblatt im Webinar vor und jeder Teilnehmer füllt es für sich aus (5 Minuten Zeit) und stellt es anschließend mündlich vor.

Trainer-Bemerkung

Das ist gar nicht verkehrt, auch in Webinaren den Teilnehmern mal die Möglichkeit zur Einzelarbeit zu geben, wo sie in Ruhe etwas lesen oder schreiben können. Das brauchen vor allem die visuellen Lerner, sie sind sonst von dauernder Interaktion und vor allem Nutzung der auditiven Kanäle überfordert.

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Was mir an der Methode so gut gefällt

Zum einen, dass einem offensichtlich selbst durch das Schreiben Erkenntnisse kommen, die man vorher vielleicht noch nicht hatte.

Zum anderen ist sie durchweg ermutigend und motivierend. Wenn man beispielsweise 10 Beispiele hört, wie eine kleine Veränderung eine tolle Wirkung hervorgerufen hat, dann spornt das doch sehr an, es gleich mit einer nächsten Handlung zu probieren. Und noch einer und noch einer.

Die Methode ist im Grunde total simpel (und solche Methoden liebe ich besonders) – und kann gleichzeitig eine große Wirkung haben.

Transfer (nicht nur) in Online-Seminaren – Die Verbindung zum realen Leben

Das tollste Seminar nützt nichts, wenn die Teilnehmer anschließend nichts umsetzen. Unser Job als Trainer ist es, die Teilnehmer auch dabei zu unterstützen, das Gelernte oder Erkannte anschließend anzuwenden.

Wenn sich Teilnehmer zu einem Seminar anmelden (oder geschickt werden) steht ja ein konkretes Ziel dahinter. Sie wollen etwas lernen oder erfahren oder erleben, das sie in der Zeit nach dem Seminar nutzen können. Neu erlernte Fähigkeiten nutzen, Verhaltensänderungen erproben, was auch immer.

Natürlich hängt es auch schon von der Art und Qualität des Seminars ab, ob und wieviel die Teilnehmer mit nach Hause nehmen und anwenden können. Bei stundenlangen Power Point Vorträgen ist der Effekt sicher nicht so groß wie bei einem Seminar, wo beispielsweise Trainer schon viele Seminarmethoden selbst ausprobiert haben oder Teilnehmer konkrete Zeitmanagement-Tools zu einem bestimmten Thema schon selbst getestet haben.

Zusätzlich können Sie als Trainer den Transfer aber noch durch spezielle Methoden vorbereiten und auch nach dem Seminar noch weiter unterstützen.

Bei Online-Seminaren haben sie dazu noch viel mehr Möglichkeiten als bei reinen Präsenz-Veranstaltungen.

Transfer-Methoden im Seminar

In der Regel werden solche Methoden eher am Ende eines Seminars angeboten (aber Ralf Besser hat in seinem Transfer-Buch auch eine Methode für den Einstieg vorgestellt. Wobei die Teilnehmer gleichzeitig darüber bewusst werden sollen, dass sie selbst entscheidend zum Gelingen beitragen).

Damit Teilnehmer nicht einfach nur mit einem netten Gefühl nach Hause gehen („Das war ein schönes Seminar!“), sondern es einen wirklichen Transfer des Gelernten gibt, sind einige unterstüztende Aspekte zu beachten.

Was hilft beim Transfer?

Ich habe oft erlebt, dass Teilnehmer bei der Abschlussrunde solche Sätze sagten wie: „Ja, ich würde gerne versuchen, das und das mal umzusetzen…“

Klare Sprache, eindeutige Formulierung

Bei der Sprache fängt es schon an. Wenn ich etwas im Konjunktiv formuliere (Möglichkeitsform), dann ist das noch keine klare Entscheidung. Und das Wort „versuchen“ verstärkt das noch. Da steckt die Möglichkeit des Scheiterns schon drin.

Es geht darum, dass die Teilnehmer sich selbst mental auf die Umsetzung einstimmen, indem sie es ganz klar und eindeutig formulieren.

Ich mache das und das! Punkt! Am besten auch noch konkret, wann und wie und mit wem.

Schauen Sie selbst, wie unterschiedlich es auf Sie wirkt wenn jemand sagt:
„Ich würde gerne versuchen, einige dieser Tools zu besserem Zeitmanagement umzusetzen. Das wäre bestimmt hilfreich. „ oder

„Ich mache Montag meinen Tagesplan mal als Mind Map und probiere aus, wie mir das mehr hilft als die vielen Notizzettel.“

Klare Ziele

Eng damit hängen natürlich die Ziele zusammen. Was ist das Ziel (weshalb ich mich zum Seminar angemeldet habe). Möchte ich die Wochenenden zukünftig frei halten?  Oder das Chaos auf meinem Schreibtisch lichten? Oder einen besseren Überblick über meine vielen Projekte haben? Dementsprechend sollte ich beim Transfer mit dem anfangen, was mir bei meinem Ziel am besten hilft, das die größte Wirkung hat.

Mögliche Hindernisse schon vorher herausfinden und Strategien entwickeln

Besonders genial sind verschiedene Methoden, bei denen die Teilnehmer konkrete Vorhaben formulieren, die sie umsetzen wollen und gleich schon im Vorhinein schauen: Was könnte mich hindern, das zu tun? Denn nur dann können sie auch im Vorfeld schon Strategien überlegen, die diese Verhinderungen verhindern.

Einige dieser Methoden stelle ich in meinem Workshop auf dem nächsten e-Trainer-Kongress vor.

Begleitende Unterstützung nach dem Seminar

All diese Transfer-Methoden, die ich auf dem Kongress vorstelle, können Sie auch in Präsenzseminaren einsetzen.

Aber online kann ich eben die Teilnehmer auch noch nach dem Seminar viel leichter beim Transfer begleiten.

Auch dazu stelle ich auf dem e-Trainer Kongress einige Konzepte vor, wie Sie als Trainer Ihre Teilnehmer bei der Umsetzung begleiten oder im Seminar Vorbereitungen treffen, wie sich die Teilnehmer weiterhin unterstützen können.

Damit Ihre Seminare und Trainings wirklich nachhaltig sind.

Videos, Podcasts, Blogbeiträge – was ist besser?

Zuerst hatte ich als Überschrift gewählt: Ich hasse Videos!

Das war natürlich sehr provokant, hätte vielleicht manche vom Lesen abgeschreckt? Vor allem stimmt es so nicht.
Aber manchmal stimmt es auch. Nämlich dann, wenn jemand sehr langatmig etwas in einem Video erklärt, was ich in einer halben Minute als Text überflogen und verstanden hätte. Bäähh, dann werde ich total ungeduldig und oft klicke ich dann auf stop und schaue gar nicht weiter.

Gerade Videos überschwemmen aber zurzeit das Netz und ich lese ständig, dass es DAS Marketing-Instrument ist und hohen Traffic erzielt und was weiß ich.

Ebenso beliebt sind Podcasts. Und ich muss gestehen, das ist gar nix für mich. Ich bin am allerwenigsten auditiv, mich macht das rappelig, wenn mir da jemand langatmig was erzählt.

Ich kann mich dann auch nicht gut konzentrieren. Da bin ich doch hauptsächlich visuell.  Daher sind mir Blogbeiträge lieber, wo ich schneller lesen kann und mich nur in das vertiefen, was mich gerade interessiert.

Aber wir Menschen sind unterschiedlich

Nun habe ich mich ja Jahrzehnte mit dem Thema Lernen und Lerntypen befasst und weiß daher, dass wir eben alle unterschiedlich ticken. Es gibt eben auch eine Menge Menschen, die total gerne Podcasts hören. Das auf ihr MP3 Gerät runterladen und sich das anhören, unterwegs, im Auto, beim Joggen, bügeln oder kochen.

Und es gibt andere, die überhaupt nicht gerne lesen, sondern sich gerne alles per Video anschauen, selbst wenn da nur jemand sitzt und erzählt.

Von daher will ich nun auch lernen, wie ich Videos und Audios aufnehme.

Damit kann ich dann auch meine Online-Seminare so aufbereiten, dass alle Varianten angeboten werden und sich jeder eben das auswählen kann, wie er oder sie am besten lernt.

Dazu kommt aber ein zweiter Aspekt.

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Machen die vielen Online-Tools Ihr Leben wirklich leichter?

Es gibt ja unendlich viele tolle Tools, die alles mögliche können, das unser Leben erleichtern kann. Doch ob sie das wirklich tun, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Um das richtige Tool für sich auszuwählen, ist es hilfreich, wenn Sie sich folgende Fragen stellen:

  1. Welchen Nutzen hat es für mich? Was verspreche ich mir davon?
  2. Wieviel Zeit kostet es mich, um das Tool kennenzulernen (oder erst einmal einzurichten)
  3. Passt es zu mir? Macht es mir wirklich Spaß?
  4. Nutze ich es optimal?
  5. Wie ist das Verhältnis von Aufwand, Kosten und Ergebnis

Zuletzt gebe ich noch einen Überblick, welche Tools ich gerne und regelmäßig nutze.

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Learntec 2017 – Virtuelle Kontakte live treffen

Sie können hier meine 7 Tipps für störungsfreie Webinare bestellen.

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Dieses Jahr war ich zum zweiten Mal auf der Learntec. Wie beim ersten Mal habe ich mir erlaubt und gegönnt, keinen Job zu übernehmen. Keinen Standdienst, keinen Workshop oder Vortrag. Ich hatte vor Jahren schon mal festgestellt: Wenn ich einfach ziellos durch die Gänge laufe, erlebe ich immer wieder interessante Überraschungen. Bleibe an einem Stand stehen und lasse mir etwas erklären, das ich vorher so gar nicht hätte planen können.

Außerdem ging es mir auch darum hier Kollegen und Kundinnen zu treffen, die ich zum Teil bislang nur virtuell kannte. Sei es aus den Social Media oder eben auch Teilnehmerinnen aus meinen Online-Seminaren.
Trotzdem schaute ich natürlich auch oft am Stand des bvob vorbei, dem Berufsverband für Online-Bildung, in dem ich auch Mitglied bin.

So wechselte ich ab zwischen Verabredungen und einfach durch die Gänge schlendern und auf mich zukommen lassen, wo mein Blick hängen bleibt oder wo ich in ein interessantes Gespräch verwickelt werde. Es entwickelte sich sogar ein tägliches Ritual: morgens trank ich erst einmal einen köstlichen grünen Smoothie am Stand der Haufe Akademie, wo ich immerhin seit vielen Jahren Trainerin bin.

Besonders gefreut hat es mich, dass ich endlich mal den Gründer von edudip, Torsten Kämper, persönlich kennengelernt habe. Schließlich bin ich seit der Gründung von edudip als Trainerin dort dabei. Und auch Dominik Uebinger, mit dem ich schon oft telefoniert hatte.

Es macht doch eine Menge aus, wenn man sich nun mal leibhaftig sieht. So konnte ich auch noch mal all meine Wünsche direkt mitteilen, die ich noch an die Weiterentwicklung der Webinar-Plattform von edudip habe und stieß auf offene Ohren und Arme :-).

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