Ein etwas schräges Kennenlernspiel für Präsenz- und Online-Seminare: Wahr-unwahr

Obwohl ich ja schon ganze Bücher zu Kennenlernmethoden geschrieben habe, freue ich mich immer, wenn mir mal ein neues Spiel begegnet, das ich witzig finde.

Das folgende finde ich ausgesprochen nett und der Einfachheit halber beschreibe ich es in drei Varianten, obwohl es im Grunde das Gleiche ist. Für Präsenzseminare, für Webinare und für Online-Seminare in einem Forum.

Mir hat es bisher in allen Varianten Spaß gemacht!

Zur Methode

Das erstaunliche bei dem Kennenlernspiel ist: Man schätzt die anderen Teilnehmer ein, ohne sie überhaupt zu kennen. Manche meinten daher, das sei doch am Ende viel besser, aber meiner Meinung nach ist es gerade am Anfang eines Seminars besonders interessant. Denn es ist schon erstaunlich, wie sich doch schon in den ersten Minuten Eindrücke von den anderen herausbilden.

Außerdem erfährt  man so eben auch etwas über die anderen Teilnehmer, was man im normalen Seminargeschehen nicht mitbekommen würde.

Und als Trainer bekommt man schon mal einen Einblick, wie offen Teilnehmer sind, was sie von sich preisgeben und auch, wie kreativ sie sind.

Für Präsenzseminare

Sie fordern die Teilnehmer auf, drei Aussagen über sich auf einen Zettel zu notieren, wovon nur eine stimmt.

Beispiel von mir:

  • Ich fahre gerne Auto.
  • Ich habe 3 Katzen.
  • Ich war 10 mal in der Sahara.

Wenn alle 3 Aussagen über sich notiert haben, fängt die Runde an.

Nacheinander liest jeder seine drei Aussagen vor und dann wird abgefragt: Wer meint, dass Aussage 1 stimmt, Hand heben, dann Aussage 2 und dann 3.

Am Ende verrät die Person dann, was zutrifft- und kann auch noch kurze Erläuterungen abgeben.

Mein Beispiel:
Ich fahre überhaupt nicht gerne Auto, hatte früher richtig Angst davor und finde es immer noch stressig.

Katzen habe ich keine, sondern eine Katzenallergie.

Ich war 10 mal in der Sahara und habe sogar 7 mal dort Meditationsgruppen geleitet.

So erfahren die Teilnehmer Dinge von mir, die normalerweise in einem Seminar nicht unbedingt zur Sprache kommen.

Für Webinare

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Wie kann ich suggestopädische Elemente in Onlinetrainings einbringen?

Das war eine der Fragen zu Onlinetrainings, die mir eine Leserin zu meiner Umfrage  im Blog stellte. Hier nur eine kurze Erklärung, was Suggestopdädie ist (eine ausführlichere Erläuterung finden Sie auf meiner Webseite): es ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem es um Lernen mit allen Sinnen geht, so dass alle Lerntypen einbezogen werden. Ein Element ist auch Bewegung und Spiele. Damit haben viele Trainer ja schon Mühe in Präsenzseminaren, in Online-Seminaren ist die Hürde da sicher noch größer.

Wobei wir auch immer klären müssen, ob wir von synchronen Live-Online-Seminaren (=Webinaren) sprechen oder von der asynchronen Arbeit in einem Forum. Denn da unterscheiden sich die Methoden natürlich sehr.

Wobei sich die Frage sich ja nicht nur auf Methoden bezieht, es wird nach suggestopädischen Elementen gefragt.

Elemente der Suggestopädie

Schauen wir uns die suggestopädischen Elemente an, die in der Literatur immer aufgeführt werden.

Suggestopädische Elemente

Wenn ich diese so lese, kann ich voller Überzeugung sagen: Ja, all das lässt sich auch online umsetzen. Mit der großen Unterscheidung zwischen Webinar und Forum.
In Webinaren lässt sich einiges leichter umsetzen, in veränderter Form aber auch vieles im Forum.

Wenn ich das zu jedem Punkt erläutere, wird das ein Buch (Ich habe ja schon ein Buch über Suggestopädie  und eins über kreative Webinarmethoden  geschrieben :-).
Daher werde ich nach und nach Beiträge zu den einzelnen Elementen schreiben und picke mir heute das erste heraus: Gruppenprozesse fördern.

Gruppenprozesse fördern

 

Im Forum

Ich fang mal mit dem schwierigsten an. Auch in Präsenzseminaren ist das ein wichtiges Thema, das viel Know How und Geschick eines Trainers erfordert.

In einem Forum habe ich ja nun gar keinen Einfluss, was da wann passiert. Ich kann als Trainer Angebote machen, aber ob die Teilnehmer darauf eingehen, kann ich kaum steuern.

Daher braucht es hier besonders kreative Anreize, um die Gruppe auch als Gruppe zu konstituieren.

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Ich frage Sie

Vor vielen Jahren habe ich mal eine Online-Umfrage gemacht, an der sich auch erfreulich viele beteiligt haben. Heute möchte ich es einmal ganz simpel gestalten und Sie einfach hier fragen:

Welche Fragen haben Sie im Zusammenhang mit Online-Seminaren?
Ganz gleich, ob Sie schon Online-Seminare geben oder überlegen, welche zu machen. Selbst wenn Sie überhaupt nicht vorhaben, jemals welche zu machen und es (noch) ganz schrecklich finden.

Was würde Sie zu dem Thema interessieren? Wozu haben Sie Fragen? Was würden Sie gerne wissen oder auch dazu lernen?
Welche Gedanken und Gefühle haben Sie zu dem Thema „Online-Seminare“?

Ich freue mich, wenn Sie mir dazu per E-Mail antworten oder unten in den Kommentar schreiben.

Und ich werde mich anschließend natürlich bemühen, all Ihre Fragen in einem Blogbeitrag oder auf andere Art zu beantworten.

19-_haufe_spiele_04-jpgIch denke zwar, dass es auch ohne „Bestechung“ geht, möchte aber dennoch als kleine Belohnung für die Beantwortung eine Verlosung durchführen. Sie können mein Büchlein: „Aktivierungsspiele für Seminare und Workshops“ gewinnen. Es passt praktisch in jede Hosen- oder Handtasche, Sie können es also zu jedem Seminar mitnehmen.

Allerdings wird das dann erst Anfang November verschickt, weil ich bis Ende Oktober in der Türkei bin.

Aus der Reihe tanzen

p1030295Es kann sich lohnen, wenn man nicht dem Mainstream folgt, sondern einmal aus der Reihe tanzt. Indem man beispielsweise Dinge anders macht als andere oder auf ungewöhnliche Weise an etwas herangeht.

Warum sich das lohnen kann?

1. Man kann neue Erfahrungen machen

2. Man fällt auf (was sehr positiv ist, wenn es um Ihr Business oder Marketing geht)

3. Es kann ganz konkrete Vorteile bringen

Das ist jetzt noch sehr allgemein. Beispiele machen es deutlicher.

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Es hört nie auf…

Cirali Sept. 2012 016Lange lange Jahre hatte ich die Illusion, dass ich nur noch das und das fertig machen müsste – und dann! Dann wäre alles prima und fertig und eingerichtet und dann könnte ich mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren.

Unter Arbeit verstand ich sogenannte „inhaltliche Arbeit“. Seminare vorbereiten und durchführen, Coaching machen, Bücher schreiben, Konzepte entwickeln, Methoden erfinden, solche Sachen. Die mir alle durchweg riesigen Spaß machen.

Alles andere war ja nur der „Rahmen“, der nun mal notwendig ist, damit ich meine „Arbeit“ machen kann.

Als da wären Webseiten einrichten, Blog einrichten, Online-Akademie programmieren lassen, im Backend rumfrickeln etc.

Dazu kommt dann Marketing: Die Webseiten und Blogs mit Content füllen, auf den Social Media die Werbetrommel rühren.

Dann so  Verwaltungskram: Telefonate, E-Mails, mit Telekom rumschlagen, mit Online-Banking, Rechnungen, Buchhaltung – all so was, was ich gerne einem Assistenten abgeben möchte, wenn ich denn reich und berühmt geworden bin.

Immerhin lernte ich irgendwann: Auch Marketing gehört zu meiner „Arbeit“ und es machte mir auch immer mehr Spaß, als ich die zu mir passenden Formen gefunden hatte und die Kalt-Akquise in einem Ritual begraben hatte.

Aber auf der  – ich nenn sie jetzt mal „technischen Ebene“ – da wähnte ich mich immer noch in dem Irrglauben, dass ich das irgendwann mal fertig hätte.

Die Webseite, das Blog, den Newsletter, Einarbeitung in neue Virtual Classrooms, in die Technik von Typo3 usw.

Alles ist im Wandel…

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Coworking Resümee

Projekte FlipFür alle, die sich nicht durch meine zahlreichen Tagebuchergüsse wühlen wollen, hier nun das Ergebnis meines Coworking-Experiments in den Räumen von Coworkinig4You:

Ich bleibe da! Welche Variante ich buche, kläre ich nach meinem längeren Türkeiaufenthalt, aber dass ich dort weiter arbeiten möchte, ist inzwischen sonnenklar.

Dabei habe ich in den letzten Wochen die erstaunlichsten Erfahrungen gemacht.

Für die Systematischen liste ich hier einfach noch mal alle Vor- und Nachteile auf, wobei für mich die Vorteile offensichtlich überwogen.

Was mir gefällt – positive Erfahrungen

Ich schreibe jetzt hier unsortiert einfach mal alles runter, kleine und große Dinge und Erfahrungen und Erlebnisse.

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Jahresplanung – mitten im Sommer?

RückblickJaa, ich weiß, wir sind noch mitten im Sommer. Aber ich habe schon einige Anmeldungen für mein Online-Seminar „Kreativer Jahreswechsel – Jahresrückschau und Jahresplanung, so dass mir dieses Thema gerade in den Sinn kam.
Man kann ja auch ein Halbjahres-Resümee ziehen.

Oder voraus visualisieren, was man gerne sehen möchte, wenn man am Ende des Jahres zurückschaut.
(Super Idee! Schlaflosigkeit scheint meine Kreativität nicht zu behindern. Ich habe ein komplett schlaflose Nacht hinter mir :-(.
Das Ergebnis in Form, einer schönen Methode, die Sie gleich ausprobieren können, sehen Sie weiter unten.)

Grundsätzlich ist es für alle Freiberufler (und sicher auch für Angestellte) nicht verkehrt regelmäßig Bilanz zu ziehen. Zu schauen, wo man steht. Wie man weiter will. Was aus den Plänen vom Jahresanfang geworden ist. Denn noch kann man ja auch eine Menge bewirken. Jederzeit.

Dazu muss man aber einmal innehalten und sich die Zeit dafür nehmen.

Das ist Anfang Januar natürlich besonders günstig, in der Regel sind da noch Ferien, der Rhythmus hat sich auf natürliche Weise verlangsamt und man genießt den Rückzug. Die Stille. Und ist gleichzeitig am Jahresanfang in Aufbruchstimmung, um neue Pläne zu machen.

Kreative Methode zur Jahresrückschau – mitten im Jahr

Nun habe ich mir gerade folgende Methode ausgedacht, die man auch jetzt im Sommer machen kann und bisher im Jahreswechsel-Online-Seminar nicht vorkamen.

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30.08.2016 Aus dem Alltag einer Online-Trainerin

Schlaflos in Cirali1Heute ist der Härtetest. Ich hatte geplant, heute mal wieder ins Coworking-Büro zu fahren.

Ich habe diese Nacht NICHT EINE STUNDE geschlafen. (Das Bild passt nur gerade, auch wenn ich gestern Abend keine 5 türkischen Tees getrunken habe):

Ich bin fast irre geworden. Gelesen, versucht zu schlafen, aufs Klo, versucht zu schlafen, Abendstimmungstee getrunken, versucht zu schlafen, auf dem Tablet gespielt, versucht zu schlafen, bei amazon einen Koffergurt bestellt :-), versucht zu schlafen, noch mal gelesen, versucht zu schlafen, ein Mind Map gemacht, was ich heute tun muss/will, versucht zu schlafen, um 6 Uhr aufgestanden und ins Coworking-Büro gefahren. Versuche jetzt drei Stunden reinzuklotzen und lege mich dann heute Mittag noch mal aufs Ohr.

So der Plan.
Allerdings kam dann eine Geburstags-Einladung zum Mittagessen hier im Büro. Vielleicht halte ich ja doch durch :-). Und fahre dann im Mittagskoma nach Hause und werfe mich auf die Couch, bis zu meinem 16 Uhr Termin.

Heute Morgen gibt es viel organisatorisches zu tun. Anmeldungen für die Online-Akademie bearbeiten, E-Mails mit Fragen beantworten etc. Da es inhaltlich erfreuliche Sachen sind, macht mir das auch nix.
Ich bin verblüfft, dass jetzt schon die Anmeldungen für mein Online-Seminar „Kreativer Jahreswechsel – Jahresrückschau und –planung“ eingehen und nur noch 2 Plätze frei sind. Das ist neu – und ich mag es, wenn ich längerfristig planen kann.

Ein Vorteil von Online-Seminaren: Flexibilität

Obwohl das ja auch einer der Vorteile von Online-Seminaren ist. Man ist sehr flexibel. Ich muss kein Hotel buchen und stornieren. Ich muss nicht einmal den Virtuellen Seminarraum einrichten, wenn ich das Thema schon mal durchgeführt habe. Denn in der neuprogrammierten Akademie kann ich meine Seminare als Vorlage speichern und muss nicht jedes Mal wieder alles neu hochladen.

Zauberhaft.

Ich muss nur noch die einzelnen Tage programmieren, wann die Beiträge sichtbar werden. Bei einem dreitägigen Seminar kein großer Akt.

Wenn ein Seminar nicht stattfinden sollte, habe ich auch keinen Zeitverlust und auch keinen finanziellen. Ich mach dann meine andere Arbeit.

Garantierte Durchführung

Wenn es zeitlich für mich passt, garantiere ich auch die Durchführung. Ganz gleich, wie viele sich anmelden. Denn auch da kann ich ja bei geringer Buchung den Rest der Zeit meine andere Arbeit weiter machen. Ich fahre nicht umsonst irgendwohin, ich verbringe nur weniger Zeit im virtuellen Seminarraum.

Da ich immer weitere Projekte zu bearbeiten habe, kann ich die gewonnene Zeit immer gut nutzen.

Aktuell stehen diverse Projekte an:
Ich habe einige Online-Seminare gebucht (die aber nur aus Videos bestehen), die ich dann mal in Ruhe durcharbeiten möchte. Das ist für die Türkei geplant.
Meine älteste Webseite Zamyat-Seminare muss auch endlich mal auf WordPress umziehen und komplett überarbeitet werden. Es ist für mich ein Wunder, dass darüber tatsächlich noch Firmenanfragen für Seminare kommen.
Ein bis zwei Buchprojekte dümpeln auch im Hinterkopf.
Zudem kommen gerade neue Trainer zur OAZE, die hier auch Seminare anbieten möchten. Da plane ich interne Fortbildungen und Austausch in einem Trainer-Forum.
Ebenso findet ein Webinar für alle ehemaligen Teilnehmer der Online-Trainer-Ausbildung statt, dass ich noch vorbereiten möchte.
Ach – und schon lange wollte ich auch mal offene Webinare anbieten (die also nicht für einen Auftraggeber laufen oder im Rahmen meiner Online-Seminare), Themen habe ich genug.
Sie müssen nur vorbereitet werden, dann beworben und dann durchgeführt.

Also – langweilig wird mir nicht.

Jetzt schreibe ich erst mal den Newsletter für morgen…

Coworking-Experiment 24.08.2016

OK, heute bin ich also schon um 3 Uhr wach. Das gleiche Prozedere wie gestern. Gang zur Toilette, Licht aus, rumliegen, Licht an, Mind Maps schreiben, Licht aus, weitere Ideen im Kopf.

Also probiere ich heute was anderes. Hole mein neues Tablet mit Tastatur, dazu mein „Knie-Tablett“, das sich genau dafür als ungeheuer praktisch erweist. Auch wenn ich es nicht hübsch finde vom Design her. War aber vor Jahren das letzte, das ich bei Aldi ergattert hatte. Nun gibt es aktuell neue, auch ein schön buntes, das mir besser gefällt. Aber noch habe ich mich zurückgehalten und es nicht gekauft. Schließlich entrümpele ich seit Monaten mein Haus, also kaufe ich nicht etwas zum zweiten Mal, nur weil mir die Farbe besser gefällt. Dann müsste ich das andere wegschmeißen – und das wäre Verschwendung.  (Wenn ich müde bin, werde ich geschwätzig :-).

Ich fange schon mal mit dem Newsletter für heute an und dem Bericht über meinen gestrigen Coworking- Tag, nachdem ich wieder einen kurzen Tweet über den Frühen Vogel abgelassen habe. Mal sehen, wer sonst noch schlaflos rumsitzt, gestern fanden sich ja einige Gefährtinnen, die zurück piepten und auch seit 4 Uhr wach waren.Was ist wohl los? Vollmond ist jedenfalls nicht. Und sooo heiß ist es nachts auch noch nicht, auch wenn seit gestern wieder Sommer und Sonne ist. Naja, irgendwas wird schon sein.

Irgendwie daddele ich dann so lange rum, dass es mir schon zu spät zum Yoga ist. Ich frühstücke noch auf dem Balkon, der Autovervollständiger auf meinem neuen Handy schreibt Sonnenschein statt Sonnenschirm, so dass mein Tweet überhaupt keinen Sinn mehr macht. (Warum kann man Tweets nicht korrigiere???)

Das Büro

So bin ich „erst“ um 8:30 Uhr im Coworking-Büro und dennoch die die zweite.
Dann erscheint auch Bernd, zurück aus dem Urlaub, der die grandiose Idee für dieses Projekt hatte und es vor allem auch sehr gut und professionell umgesetzt hat.

Mir gefallen viele Kleinigkeiten hier. Die Kaffee-Flatrate, dass immer Milch für den Cappuccino da ist, es eine Spülmaschine gibt, oben eine Kochgelegenheit und Mikrowelle, Drucker, Whiteboards, Flipcharts, Büromaterial – alles, was man eben so braucht. An jeder Ecke reichlich Steckdosen und Lan-Kabel-Anschlüsse.
Selbst die Jalousien lerne ich schätzen bei diesem plötzlichen Sommerausbruch…

Mein Mind Map Kampf

Bevor ich loslege, am Konzept meiner Teilnehmerin weiter zu basteln, deinstalliere ich den nicht mehr funktionierenden Mind Manager. Und schmeiße fröhlich eine CD rein, auf der das vermeintliche Programm drauf ist. Installieren klappt, Lizenzschlüssel steht drauf – aber o weh, es war die ganz alte Version. Mit der kriege ich meine Mind Maps nicht auf. Bääh!

Aber ich hab ja noch eine. Nur da steht kein Lizenzschlüssel drauf. Ich versuche es trotzdem, geht nicht.

Dann habe ich eine kreative Idee. Notfalls muss ich halt ein neues Programm kaufen. Frage ist nur, ob ich damit meine alten Mind Maps öffnen und bearbeiten kann? Aber man kann ja eine 30 Tage Testversion runterladen.

Mit einigem Hin und Her lade ich sie runter – und was passiert: die Uralt-Version geht wieder auf, ich komme immer noch nicht an meine Maps.

Da lasse ich es erst mal. Habe aber noch eine kreative Idee und rufe Horst Müller an, ein lizensierter Mind Map Trainer, bei dem ich mal einen Online-Kurs zum Thema gemacht habe. Klage ihm auf den Anrufbeantworter.

Mind MapDann nehme ich mir den XMind vor (eine freie Version) und arbeite damit. Es dauert nur erheblich länger, weil ich hier nichts eingerichtet habe, keine Vorlagen erstellt habe, und muss nun jede Wolke per Hand formatieren. Und da bin ich nun mal ästhetische Perfektionistin. Das Ding muss mir gefallen. Daher packe ich um jeden Knoten einen Rahmen und fülle sie mit den passenden Farben wie immer. Seminarphase blau, Themen rot, Methoden grün.

Das dauert bis Mittag. Im Forum ist es relativ still. Ich kann zwar sehen, wenn Teilnehmer eingeloggt sind, aber die scheinen zu speichern, zu lesen, Übungen zu machen – und schreiben nicht viel.

Mittagspause

Als ob ich geahnt hätte, dass heute weder Edith, noch Hakan oder Norbert auftauchen (meldet sich hier eigentlich niemand ab? Ich hätte gerne detaillierte Berichte, wann wo wer ist – das kenne ich so von meinem ersten Türkei-Besuch 1983 🙂 🙂 🙂 ), habe ich mir heute was zu Essen mitgebracht. Knäckebrot und Käse und einen Möhren-Apfelsalat geraspelt. Dazu noch Obst.

Mittag, 2Das mümmele ich im Cafeteria- Bereich, dann muss ich doch mal ein paar Schritte an der Sülz lanlaufen, zur Bank von gestern.

Unter der Autobahbrücke hockt ein Mensch in langärmeliger Jacke und macht ein Feuerchen. Etwas ungewöhnlich, der Geruch erinnert mich wieder an die Wüste. Ich liebe den Geruch von Holzfeuer. Diesmal habe ich ein Tuch mit und winde daraus einen Turban. Sitze nur kurz auf der Bank, es ist einfach zu warm. Zurück sehe ich, dass der Mann inzwischen ein Würstchen an einem Stock übers Feuer hängt. Ein Obdachloser? Jemand, der mit nichts durch Deutschland wandert? Gibt es ja alles. Er guckt aber gar nicht, kann also nicht fragen.

Kreative Problemlösung

Dann kommt der Rückruf von Horst und er hat tatsächlich Tipps zu meinem Mind Map Chaos, was mich schon mal beruhigt. Ich kriege dann auch die Installation der Testversion hin und alle Mind Maps öffnen sich wieder. Halleluja.

Heute werde ich nicht so lange bleiben. Heute würde ich mit Eis essen gehen (gestern lehnte ich tapfer ab), aber nun ist niemand da, der mit mir ginge. Die Jungs sind alle hochkonzentrierte Arbeiter, mehr als drei Sätze sind nicht drin. Ist auch in Ordnung, gestern habe ich es ja auch genossen.

Abendvisionen

Statt dessen habe ich fest vor, gegen Abend walken zu gehen, durch den Wald. Naja, vorher muss ich schon durchs freie Feld, was ich normalerweise ja auch mehr liebe, aber bei der Hitze freue ich mich auf Schatten.

Ich werde mich in die Hängematte legen und lesen als Trost für die extrem kurze Nacht und nächste Nacht dann inshallah mal wieder richtig schlafen.

Für diese Woche war das wohl der letzte Tag im Coworking-Büro, mal sehen. Theoretisch könnte ich auch Donnerstagvormittag, aber ich will ja auch mal zu Hause bleiben und den Unterschied wahrnehmen. Freitagmorgen ist wieder Webinar, da bleibe ich ohnehin zu Hause. (Ach, das muss ich ja auch noch vorbereiten!! Und mir was überlegen, wie wir mit einer Teilnehmerin im Webinar Geburtstag feiern :-))

Coworking-Experiment 23.08.2016

Um 4:30 Uhr ist die Nacht zu Ende. Ich wache auf und gehe zur Toilette, danach entscheidet sich immer sehr schnell, ob ich weiterschlafen kann oder nicht.

Ich versuche es natürlich, aber alle paar Minuten muss ich das Licht anmachen und etwas aufschreiben, das mir durch den Kopf geht. Wenn ich in diesem Modus bin, hat es nicht viel Sinn. Nach dem 3. Mind Map gebe ich auf und stehe auf.

Als erstes an den PC, um gleich einige Sachen zu prüfen und zu erledigen, die mir durch den Kopf gingen. Es ist 5:30 Uhr.

Als ich dezent bei Twitter eingebe: „Der frühe Vogel…“ kommt prompt eine Antwort von Gitte Härter. „Piep! Ich auch“. Später gesellen sich noch weitere Kolleginnen dazu, die auch seit 4 Uhr wach sind. Da bin ich also nicht alleine…

Doch ich reiße mich am Riemen, ehe ich munter weiter arbeite und mache erst Mal wie immer morgens Yoga und frühstücke.

Um 8 Uhr fahre ich dann los ins Coworking-Büro. Das hatte ich schon gestern geplant und daher schon alles gepackt.
Coworking BildHeute bin ich die erste. Ich hänge gleich mein neues Bild hinter mir am Whiteboard auf, ein großes buntes Bild inspiriert durch die Häuser in Santorin, das ich vor vielen Jahren mit Pastell gemalt hatte. Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung gehabt, dass ich das auch in Pastell hatte, die meisten aus der Ära hatte ich mit Gouache-Farben gemalt.

Konzentriertes Arbeiten

Gestern begann das 2. Modul der aktuellen Online-Trainer-Ausbildung. Wie immer starteten wir mit einem Webinar, deshalb war ich zu Hause geblieben. Das war in diesem Fall auch sinnvoll, denn mit der anschließenden Übungspräsentation dauerte das Ganze 3 Stunden (mit Pause).

Heute aber arbeitete ich nur im Forum – und ich wollte sehen, ob ich da im Coworking-Büro konzentriert arbeiten kann und ob dort die Verbindung besser ist, d.h. die Seiten schneller geladen werden. Zu Hause hat mich die Telekom nach dem Magenta-Drama offensichtlich wieder zurück gestuft. Nun habe ich zwar nicht mehr dauernd Abbrüche, es braucht aber wieder ewig, bis die Seiten im Forum wieder neu geladen sind, wenn ich etwas speichere oder einen Beitrag öffne. Ätzend!

In der Tat, im Coworking-Büro geht’s schneller. Und so langsam wird es ja in „meiner Ecke“ auch netter und bunter. Ein bemalter Stein liegt schon auf dem Tisch, das bunte Bild nun an der Wand hinter mir, auf dem Flipchart ein Mind Map.

Ich habe auch Briefpapier und Etiketten mitgebracht, so dass ich ein bestelltes Buch verschicken kann. Es braucht allerdings drei Versuche, bis ich das Papier in den Drucker richtig rum reinlege und die Rechnung und die Adresse auf dem Etikett richtig ausdrucken kann.

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