Flexibles Denken trainieren durch Spiele

Sie lernen weiter unten ein Online-Spiel und zwei Spiele für Präsenzseminare kennen, mit denen man unter anderem Flexibilität trainieren kann.

Gestern machte ich wieder einmal eine verblüffende Erfahrung in meiner Online-Trainer-Ausbildung. Ich lerne als Trainerin dabei ja auch immer wieder neue Dinge, durch das gemeinsame  Herumspinnen an Übungen, durch Ideen der Teilnehmer oder eben durch gemeinsames Erleben wie im gestrigen Webinar.

Ich biete jährlich auch drei Einzel-Ausbildungen an für Trainer, die zu den Terminen der beiden regulären Ausbildungen im Jahr nicht können. Dabei führen wir die Webinare aber genauso durch, als ob es eine Gruppe wäre- damit sie es eben genauso kennenlernen.

Erfahrungen

So machten wir dann gestern im Chat ein Sprach-Spiel, bei dem ich vorher noch dachte: „Naja, zu zweit ist das sicher komisch, aber wir probieren halt mal“.

Dabei machte ich (mindestens) zwei Erfahrungen.
Erstens geht es auch prima zu zweit, macht sogar fast mehr Spaß, weil man öfter und schneller dran ist.
Zum anderen stellten wir beide fest, dass es eine ziemliche Herausforderung ist.

Aber erst mal stelle ich nun das Spiel vor, denn dann werden die Erkenntnisse verständlicher.
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Welche Kompetenzen braucht ein Online-Trainer?

Kompetenzen Online-TrainerGerade bereite ich ein Seminar für, in dem ich bisherige Präsenztrainer über Online-Formen des Lernens informieren soll und sie auch dafür motivieren, sich mit dem Thema vertieft auseinanderzusetzen.
Ich gebe dort einen Überblick über die verschiedenen Formen digitalen Lernens und weitere Infos, aber es geht auch darum zu schauen, welche ihrer Themen eignen sich für welches Format. Welche Inhalte können Sie in einem Video am besten vermitteln, was in einem Webinar oder oder…

Ein Thema, das ich dort auch bearbeiten möchte ist: „Welche Kompetenzen braucht ein Online-Trainer?“
Was braucht er zusätzlich zu seinen bisherigen Präsenztrainer-Kompetenzen und Fähigkeiten und was ist einfach auch ganz anders?
So allgemeine Stichworte wie „Kommunikationsfähigkeiten“ helfen da nicht weiter. Denn das ist ja gerade der Punkt, dass online die Kommunikation ganz anders läuft und man sich daher auch ganz anderer Tools und Methoden bedienen muss als in einem Präsenzseminar.

Ich habe einige Aspekte schon in früheren Beiträgen angesprochen, aber vielleicht fallen Ihnen noch ganz andere Punkte ein.
Vielleicht auch Fragen.

Bitte beteiligen Sie sich an dem Brainstorming und schreiben alles in den Kommentar, was Ihnen zu dem Thema einfällt.

Mit Teilnehmern in die Tiefe tauchen und gemeinsam neue Methoden entwickeln

Intensiveres Arbeiten möglich

ArbeitsplatzWas mir bei meiner Arbeit mit den Teilnehmern in einem Online-Seminar im OAZE-Forum so gut gefällt ist die Tatsache, dass ich hier viel intensiver mit jedem einzelnen Teilnehmer arbeiten kann als in Präsenzseminaren.
In einem zweitägigen Präsenzseminar mit 12 Teilnehmern stelle ich die Methoden vor, wir machen sie gemeinsamn und eventuell gibt es einen kurzen Transfer in Arbeitsgruppen (was schon toll ist!)

In einem Online-Seminar habe ich ganz ander Möglichkeiten. (Ich spreche hier nicht von Webinaren, sondern von Online-Seminaren in einem Forum!).
Um das deutlicher zu machen, nehme ich ein konkretes Beispiel.

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Wie sieht ein Trainerleitfaden für Online-Seminare aus – Teil 2: Forum

In einem früheren Beitrag ging es um einen Trainerleitfaden für Webinare. Für ein Forum sieht er wieder ein wenig anders aus, da die Arbeit dort auch ganz anders abläuft, nämlich asynchron.

Sie wissen nicht, wann die Teilnehmer dort arbeiten und auch die Zeiten können Sie nicht genau einplanen, sondern nur grob schätzen.
Hier kommen nicht nur andere Spaltenüberschriften oben über die Tabelle, sondern auch noch eine Spalte auf der linken Seite. Dort trage ich den Ort ein, wo welche Materialien eingestellt werden.

Dort spielgelt sich also die Struktur des Forums wieder.

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Versuch einer Systematisierung: Welche Arten von Online-Seminaren gibt es?

Auf meiner Webseite habe ich einen Beitrag eingestellt, bei dem ich versuche, eine Systematisierung zu geben. Was für unterschiedliche Formen an Online-Seminaren gibt es und wie unterscheiden sie sich.

Damit möchte ich einmal einen Überblick geben, was sich alles unter dem Begriff „Online-Lernen“ und „Online-Seminare“ verbergen kann. Und damit vielleicht auch Menschen helfen zu sehen, was zu ihnen passt. Mögen sie lieber schriftliche Unterlagen oder schauen sie sich lieber ein Video an?

Es würde mich sehr freuen, wenn andere hier noch Ergänzungen haben oder eine andere Sortierung vorschlagen, so dass wir vielleicht nach und nach eine tolle Übersicht entwickeln. Ich brauche es demnächst auch für ein Seminar :-).

Ich habe keine Ahnung, worüber ich sprechen soll…

Gerade sehe ich mir mal wieder so ein kostenloses Webinar an, wo die Teilnehmer Tipps zum Marketing bekommen (obwohl es im Titel eigentlich um lebendige Webinarmethoden ging- weshalb ich es mir mal anschauen wollte. Denn als Autorin von „150 kreative Webinarmethoden“ interessiert es mich natürlich, welche Methoden andere Trainer einsetzen oder ob sie schon von meinen profitieren.

Wie so oft ging es an einer Stelle um das Thema „E-Mail-Liste“. Also, was kann ich tun, um möglichst viele Menschen auf meine E-Mail Liste zu bekommen, die ich dann fürs Marketing nutzen kann?

Und da höre ich wie die Referentin als Problem einiger zitiert: „Ich habe keine Ahnung, worüber ich sprechen soll“ – um diesen dann ihre Tipps zu geben, wie man an Themen für ein Webinar oder anderes kommt.

Meine spontane Antwort war allerdings: „Dann lass es!“

Wenn du kein Thema hast, warum um Himmels Willen willst du ein Webinar machen?

Da zeigt sich die unterschiedliche Sicht von Trainern und Pädagogen oder eben Marketingleuten.

Der Punkt ist: Für viele sind Webinare nur ein Mittel zum Zweck. Und zwar lediglich den Zweck, neue Interessenten für eine Liste zu gewinnen, um diesen etwas verkaufen zu können.

Hier spätestens versteht man auch die Unterscheidung, die mir eine Kollegin aus dem bvob vor Jahren schon nahe brachte. Sie nennt ihre Seminare nämlich „Live Online-Seminare“ im Unterschied zu Webinaren, die man oft eigentlich Werbinare nennen müsste.

Das ist offensichtlich genau der Unterschied.

Bin ich Trainerin, die anderen Menschen bestimmten Inhalte vermitteln möchte? Dann gehe ich eben genau auch von einem Thema aus, von einem Inhalt, der anderen Nutzen bietet und überlege von da aus: Ist dafür ein Webinar geeignet oder ein Forum oder besser Videos etc.

Und nicht umgekehrt ein Webinar planen und dann erst überlegen: zu welchem Thema denn? Das erscheint mir einfach schräg – und das musste ich mal loswerden. Ich bin halt mit Leib und Seele Trainerin und es tut mir weh, wenn ich sehe, wie Menschen eine ganze Branche in Verruf bringen.
Denn viele haben noch Vorurteile gegen Online-Seminare (Trainer und Teilnehmer), weil sie sich nicht vorstellen können, dass auch dort lebendiges und kreatives Lernen mit Spaß möglich ist. Und durch solche Webinare, wo jemand nur eben mal schnell ein Thema zusammenkloppt um Kunden zu gewinnen, werden die Vorurteile natürlich nur bestätigt.

Wie sieht ein Trainerleitfaden für Online-Seminare aus – Teil 1: Webinare

In der Regel plane ich ja meine Präsenz-Seminare immer mit Mind Maps, aber manche Auftraggeber wünschen auch einen Trainerleitfaden. Von daher habe ich auch da eine Form für Präsenz-Seminare entwickelt, die ich dann bei Bedarf ausfülle.

Bei Live-Online-Seminaren (= Webinaren) finde ich solche klassischen Trainerleitfäden in Tabellenform sehr hilfreich. Vor allem, wenn man nicht schon jahrelange Rouine hat und Themen, die man noch nicht oft durchgeführt hat. Später reicht dann auch ein einfaches Mind Map, um den Überblick zu behalten.

Denn sie zwingen dazu, sehr genau zu planen, welche Folien man wann einsetzt mit welchem Ziel, welche Trainerintervention dabei erfolgt, welche Tools eingesetzt werden, welche Teilnehmeraktivitäten dabei stattfinden usw.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Verbindlichkeit und kostenpflichtig?

Mein voriger Beitrag „Nehmen Sie sich genügend Zeit für eine Online-Fortbildung?“ richtete sich an Sie als Teilnehmer.

Hier nun geht es um die Perspektive als Online-Trainer. Und die Frage, was können Sie tun, damit sich Ihre Teilnehmer wirklich die notwendige Zeit für die Fortbildung nehmen und aktiv mitmachen.

Auch hier gehe ich wieder gesondert auf Webinare (Live-Online-Seminare) und die Arbeit im Forum ein.

Live-Online-Seminare (Webinare)

Wenn Sie schon einige Webinare gehalten haben, dass kennen Sie das sicher auch:

Manche Teilnehmer kommen zu spät, andere müssen früher weg, manche tauchen erst gar nicht auf.

Wie viele nebenher noch ganz andere Dinge tun, bekommen Sie als Trainer auch nicht unbedingt mit, vor allem, wenn sie nicht viele interaktive Übungen machen, wo sich die Teilnehmer beteiligen.

In einem Webinar bekommt der Trainer lediglich mit, ob sich ein Teilnehmer eingeloggt hat oder nicht. Bei interaktiven Übungen merkt er natürlich auch, ob der Teilnehmer überhaupt noch da ist und sich beteiligt oder nicht.

Deshalb gibt es eine Vereinbarung, dass Teilnehmer mit einem Icon mitteilen, wenn sie mal zwischendurch verschwinden müssen. Sei es, dass es an der Tür klingelt und ein Paket abgegeben wird oder was auch immer.
Das kann eine Kaffeetasse sein oder ein anderes Zeichen, das ist je nach Webinarplattform verschieden.

Das ist dann hilfreich, wenn man im Webinar zum Beispiel eine Runde macht und x-mal vergeblich einen Teilnehmer anspricht und sich wundert, wenn er nicht antwortet. Ich komme mir dann jedenfalls immer sehr merkwürdig vor: „Frau Schmitz, können Sie bitte kurz mal rückmelden, ob Sie mich hören??“

3 Varianten von Abwesenheit und eine Anwesenheit

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Nehmen Sie sich genug Zeit für eine Fortbildung?

Wenn Sie ein zweitägiges Präsenzseminar buchen, dann reservieren Sie sich selbstverständlich die zwei Tage Zeit dafür und vielleicht noch einige Stunden am Vortag für die Anreise. Das ist überhaupt keine Frage.

Doch bei Online-Seminaren sieht das oft anders aus.

Live-Online-Seminar oder Webinar

Wenn es sich um ein Live-Online-Seminar (oder Webinar) handelt,  werden Sie sich meist auch die 60 oder 90 Minuten blockieren, um alles mitzubekommen.
Doch da gibt es schon unzählige Varianten, wie Sie Ihre Teilnahme daran einschränken und behindern können. (Auf ein Online-Seminar im Forum gehe ich später ein).

Zu spät kommen

Vielleicht sind Sie auch schon mal zu spät reingehechtet. Weil Sie doch erst in letzter Minute die E-Mail mit den Informationen rausgekramt haben, sich dann ja doch noch einloggen mussten, bei manchen Plattformen dauert es auch ein bisschen, ehe Sie wirklich im Webinar-Raum landen. Oder Sie müssen noch den Flash-Player aktualisieren oder einen Systemcheck machen oder was auch immer.
Das stand zwar auch alles in der Einladungs- oder Erinnerungs-E-Mail, die Sie aber nur überflogen haben.

So haben Sie vielleicht den Einstieg verpasst. Weiterlesen

Nein, es kann nicht jeder einfach mal so Online-Seminare geben

Normalerweise stelle ich meine Angebote nicht dar, indem ich andere schlecht mache, sondern zeige einfach, was ich anbiete, was meine Angebote beinhalten und was sie besonders macht.

Beim Thema „Online-Seminare“ und „Online-Kurse“ scheint es mir aber doch noch mal nötig zu sein zumindest klare Abgrenzungen vorzunehmen. Denn hier geht eine Entwicklung los, die ich haarsträubend finde.

Zugespitzt: Alle wollen nun ganz schnell reich werden mit tollen Online-Produkten, die sie einmal erstellen und dann am Strand unter Palmen liegend, das Geld kassieren und ausgeben.

Der Wunsch ist verständlich und auch nicht verwerflich.  (Während ich das schreibe, sitze ich ebenfalls neben Palmen in der Türkei :-)). Was mich daran nervt ist die Tatsache, dass sich plötzlich viele Menschen berufen fühlen, „Online-Seminare“ zu erstellen und zu verkaufen.

Menschen, die keine Trainer sind, die keine Pädagogen sind, die von Methodik und Didaktik keine Ahnung haben und im „normalen Leben“ auch nie auf die Idee kämen, sich mal eben auf eine Bühne oder in einen Seminarraum zu stellen und für kompetente erwachsene Menschen eine Fortbildung durchzuführen.

Doch online kann das plötzlich jeder Hinz und Kunz – vermeintlich.

Die harmloseste Variante

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