Das Coworking-Experiment

Da mein Blog „Kreative Geister wecken“ demnächst auch auf WordPress umzieht, veröffentliche ich dieses Thema schon mal hier. Denn das Thema ist ja auch gerade für Online-Trainer interessant, wenn auch nicht nur…

Zamyat Coworking auf VisionsplatzIch habe ja schon oft geschrieben, dass ich selig bin über mein Home Office. Ich muss nirgendwohin fahren, spare Zeit und Nerven und Kosten und habe ja auch absolute Ruhe. Dazu einen wunderschönen Weitblick über Wiesen und Felder. Kann mir mittags was kochen, essen, Siesta machen oder auf dem Balkon sitzen- also alles wunderbar.
Zudem mag ich meine sonnengelben Wände, die bunten Bilder und überhaupt…

Daher hatte ich bislang nie den Drang wie manche Kollegen, mir irgendwo Büroräume zu mieten. Was sollte das für einen Vorteil haben? Ich sah für mich nur Nachteile. Immer alles hin und her schleppen und doch genau das nicht mithaben, was ich dann brauche.

Dann bekam ich eine neue Nachbarin und sie erzählte mir, dass sie in einem Coworking-Projekt einen Tisch gemietet hat. Und dass sie da prima netzwerken könnte. Ich winkte ab, das brauche ich nicht.

Ja, und sie würden einmal im Monat ein offenes Frühstück machen, da könnte ich mir das ja mal anschauen. Auch da wehrte ich erst einmal ab: morgens? Nein, da ist meine heilige Arbeitszeit, da mache ich keine Termine!

(Man hat ja so seine Gewohnheiten und Regeln- die in diesem Fall ja auch einen realen Hintergrund haben. Ich bin ein absoluter Morgenmensch und schaffe einfach morgens dreimal so viel wie nachmittags).

Doch dann entspannte ich mich etwas, es ist Sommer und für viele Urlaubszeit, warum sollte ich mir nicht mal so einen Vormittag genehmigen?

Und ich erinnerte mich auch an mein #MuMuT (das Mut-Muskel-Training), wo es darum ging, Gewohnheiten zu durchbrechen und Neues zu wagen.

So ging ich also zu dem Netzwerktreffen und lernte einige Mitglieder des Coworkinig-Spaces kennen. So nach und nach fand ich es immer spannender.

Sehr nette Menschen, mit denen sich auch gleich Gemeinsamkeiten oder Kooperationsmöglchkeiten ergaben. Bei einem bestellte ich endlich die überfälligen Visitenkarten.

Eine andere bietet Lachyoga per Webinar an- das fand ich ja dann nur noch verrückt und habe mich gleich angemeldet.

BüroAber immer noch dachte ich: Was soll ich hier? Ich habe eine wunderbaren Arbeitsplatz! Den ich vor allem optisch viel schöner finde.

Denn besonders schön finde ich diese Büroräume nicht. Es sind halt leere Tische und Stühle.

 

Was könnte es mir bringen?

Doch irgendwas hatte mich angefixt. Es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Dauernd überlegte ich dies und das und träumte sogar in der folgenden Nacht davon. Also überlegte ich mal weiter- so rein theoretisch.

Was könnte es mir bringen?

* Es gibt schon manchmal Zeiten, wo mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Wo ich denke, jetzt würde ich gerne mal mit jemandem reden oder nur mal einen Tee zusammen trinken.

* Vielleicht machen mir hier unliebsame Dinge mehr Spaß wie beispielsweise die Buchhaltung? Wenn da noch andere Menschen sitzen und arbeiten.

* Vielleicht ergeben sich ja durchaus auch Kooperationen- welcher Art auch immer. Und Austausch und gegenseitige Hilfe scheint hier oft praktiziert zu werden.

* Und vielleicht passieren Dinge, mit denen ich gar nicht rechne, die ich vorher eben nicht wissen kann?

Das Modell

Man kann verschiedene Varianten buchen und entsprechend viele Stunden hier verbringen. Es gibt auch kleine Räume, die man für Coaching buchen kann und einen Seminarraum.

Probemonat

Ich rief spontan den Gründer an und wir kamen auf die Idee, dass ich einen Probemonat buche, ehe ich dann wieder für längere Zeit in die Türkei fahre. Denn ich kann es ja am besten am eigenen Leibe erfahren, ob es mir was bringt oder nicht. Oder ob ich verrückt werde, wenn andere da telefonieren oder miteinander quatschen, während ich mich konzentrieren will.

Die Fahrtzeit sind für mich 10 Minuten, es ist also von daher kein großer Aufwand.

Ich werde weiter von meinem Experiment berichten und schauen, wie es mir gefällt und was es bringt. Dazu mache ich mir tägliche Notizen- und werde am Ende dann ein Fazit ziehen.

Wer also die fast täglichen Berichte nicht lesen möchte, kann sich am Ende zusammenfassend informieren.


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