Nein, es kann nicht jeder einfach mal so Online-Seminare geben

Normalerweise stelle ich meine Angebote nicht dar, indem ich andere schlecht mache, sondern zeige einfach, was ich anbiete, was meine Angebote beinhalten und was sie besonders macht.

Beim Thema „Online-Seminare“ und „Online-Kurse“ scheint es mir aber doch noch mal nötig zu sein zumindest klare Abgrenzungen vorzunehmen. Denn hier geht eine Entwicklung los, die ich haarsträubend finde.

Zugespitzt: Alle wollen nun ganz schnell reich werden mit tollen Online-Produkten, die sie einmal erstellen und dann am Strand unter Palmen liegend, das Geld kassieren und ausgeben.

Der Wunsch ist verständlich und auch nicht verwerflich.  (Während ich das schreibe, sitze ich ebenfalls neben Palmen in der Türkei :-)). Was mich daran nervt ist die Tatsache, dass sich plötzlich viele Menschen berufen fühlen, „Online-Seminare“ zu erstellen und zu verkaufen.

Menschen, die keine Trainer sind, die keine Pädagogen sind, die von Methodik und Didaktik keine Ahnung haben und im „normalen Leben“ auch nie auf die Idee kämen, sich mal eben auf eine Bühne oder in einen Seminarraum zu stellen und für kompetente erwachsene Menschen eine Fortbildung durchzuführen.

Doch online kann das plötzlich jeder Hinz und Kunz – vermeintlich.

Die harmloseste Variante

Jemand hat immerhin Fachwissen aus seinem Beruf, für den er eine Ausbildung oder ein Studium absolviert hat. Dieses Fachwissen will er nun online verkaufen. Das wird dann meist entweder eine nette Power Point Folienschlacht, bei der man einschläft. Oder er stellt oder setzt sich vor eine Kamera und erzählt uns eins. Wobei er nicht unbedingt über Nacht zum brillanten Redner mutierte.

Beides verdient nach meinem 36jährigen Trainer-Verständnis nicht das Wort Seminar. Es sind allenfalls Vorträge.
Ich persönlich mag keine Vorträge. Ich lerne nichts daraus, da arbeite ich lieber ein gutes Fachbuch in meinem eigenen Tempo durch.

Diese Fach-Wisser haben eben keine Ahnung davon, wie Menschen lernen, Informationen am besten aufnehmen und verarbeiten. Dazu haben Trainer und Lehrer jahrelang studiert und viele Jahre Praxis durchlitten. Wieso meinen plötzlich so viele Menschen, dass sie das „ mal eben so“ können?

Die schlimmste Variante

Das andere Extrem: Diese Menschen haben nicht einmal von den Inhalten, die sie verkaufen wollen, eine wirkliche Vorbildung.

Wie oft sind mir dazu Tipps in solchen Marketing-Webinaren begegnet: „Suchen Sie sich ein Thema, das gerade gefragt ist, lesen Sie ein paar Bücher dazu und machen Sie dann ein Online-Seminar daraus!“
Da wird mir richtig schlecht.

Da werden sowohl die Online-Seminar-Produzenten verarscht und natürlich die Käufer. Denn ganz sicher werden solche Produkte nicht tausendfach verkauft, nur weil damit Gesundheit, Liebesglück oder Erfolg versprochen wird. Und somit bleibt der versprochene Reichtum aus. Und die armen Käufer dieser Produkte schauen auch in die Röhre, weil sie nicht wirklich etwas Handfestes oder Neues lernen und mit ein paar Allgemeinplätzen beglückt werden, die sie in jedem beliebigen Ratgeber nachlesen können.

Trainer ist ein Beruf

Es ist ein Beruf, andere Menschen zu lehren und zu trainieren. Das muss man lernen, studieren und üben – ehe man auf die Menschheit losgeht. (Und ja, das kostet erst einmal viel Zeit und Geld).
Und wenn man das ganze noch online machen will, gehört noch zusätzliches Know How dazu. Denn das ist nicht einfacher, sondern schwerer, Menschen auch online so zu erreichen, dass sie wirklich was lernen.

Dabei geht es am wenigsten um die Technik (die ein Online-Trainer natürlich vorher beherrschen sollte), sondern vor allem um didaktische und methodische Fragen.

Wer nur irgendwas verkaufen will, wem der Nutzen für die Käufer schnupss ist, kann das natürlich so versuchen. Doch das ist in meinen Augen Betrug – und kann auf Dauer eigentlich nur nach hinten losgehen.

Online-Trainer-Ausbildung

Nun kommt der absolut berechtigte Werbeblock:
Meine Online-Trainer-Ausbildung umfasst 3 Module und geht über 3 Monate und richtet sich an Trainer, die nun auch Online-Seminare anbieten möchten.
Auch an Mitarbeiter in Unternehmen oder Selbständige, die ihr Fachwissen online weiter geben möchten, innerbetriebliche Schulungen und Meetings durchführen wollen.

In dieser Online-Trainer-Ausbildung sind wir in ständiger Kommunikation wie in einem Präsenzseminar auch. Täglich gibt es im Forum Unterlagen mit Theorie und Übungen, Input und Aufgaben. Ich lese und beantworte alle Teilnehmer-Beiträge und wir arbeiten gemeinsam an ihren Seminarkonzepten.

Ergänzend gibt es regelmäßige  Live-Online-Seminare (Webinare), in denen ich auch keine Vorträge halte (wie es oft in Webinaren geschieht), sondern wir uns austauschen, kennenlernen und gemeinsam  weitere Übungen und Methoden ausprobieren und erleben, wie lernen auch online erfolgreich und mit Freude geschehen kann.

Damit wir so intensiv miteinander arbeiten können, ist die Höchstteilnehmerzahl auf 10 beschränkt.

Es ist eben etwas völlig anderes als ein sogenannter Online-Kurs, der aus einem Video besteht, den man sich alleine anschauen und durcharbeiten muss (falls es überhaupt etwas durchzuarbeiten gibt). Und wo – das höchste der Gefühle- die Teilnehmer sich in einer geheimen Facebook-Gruppe austauschen.

Dazu auch noch ein Wort:
Ich finde Facebookgruppen für kostenlose Challenges völlig ok. Es macht Spaß und es ist auch ganz gleich, ob ich nun alle Beiträge mitbekomme oder nicht.

Für ein Seminar, für das Menschen Geld bezahlen, finde ich es nicht ausreichend, nicht geeignet und auch nicht seriös.

Ich habe daher meine eigene OAZE-Online-Akademie programmieren lassen, zu der nur die Teilnehmer Zugang haben. Dort kann ich eine bestimmte Struktur einrichten, man findet jederzeit alle Beiträge, weil sie thematisch geordnet sind und jeder Teilnehmer eine eigene Mappe hat, wo er beispielsweise sein Seminarkonzept entwickelt. Bei Facebook verschwinden die Beiträge sehr schnell in der Timeline, ein strukturiertes und kontinuierliches Arbeiten ist da nicht möglich.

Meine eigene Ausbildung

Ach ja, und zu dem von mir oben geforderten Punkt, ob ich das gelernt habe, was ich hier anbiete:

Ich habe Diplom Pädagogik studiert mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung. In meinem ersten Job habe ich türkische Jugendliche unterrichtet (Deutsch und Berufsvorbereitung) – das waren meine härtesten Lehrjahre :-).
Anschließend habe ich dann viele Jahre lang Fortbildungen durchgeführt für Lehrer und Ausbilder in der Berufsausbildung.
Seit 1981 arbeite ich selbständig als Trainerin, Coach und Autorin.
Außer den 36 Jahren Trainerpraxis und im Moment 19 veröffentlichen Büchern habe ich 6 weitere Ausbildungen und unzählige Fortbildungen absolviert. Denn die eigene kontinuierliche Weiterbildung gehört meines Erachtens dazu, wenn ich andere coache und trainiere.

Meine ausführliche Vita können Sie hier nachlesen.

Und meine Online-Angebote wie die Online-Trainer-Ausbildung finden Sie hier.

Wer gar nicht online lernen mag, sondern viel lieber in der Natur sein Leben und seine berufliche Entwicklung in die Hand nehmen möchte, findet dazu hier einmalige Angebote.


Kommentare

Nein, es kann nicht jeder einfach mal so Online-Seminare geben — 13 Kommentare

  1. Liebe Zamyat,

    vielen Dank für dein Plädoyer für gute Online-Kurse und qualifizierte Online-Trainer. Ich finde die Entwicklung „Erstelle ohne jegliches Vorwissen deinen Online-Kurs an einem Wochenende und sorge damit für immer aus“ auch sehr erschreckend.

    Trotzdem glaube und hoffe ich, dass sich Qualität auf Dauer durchsetzt. 🙂

    Der einzige Punkt, zu dem ich dir widerspreche, ist die Seriosität oder Nicht-Seriosität des Einsatzes von Facebook-Gruppen in kostenpflichtigen Kursen. Das kommt für mich immer auf das Kurskonzept und die sinnvolle Einbindung des Tools an. Dann kann auch eine Facebook-Gruppe durchaus eine didaktisch und methodisch wertvolle Ergänzung eines (guten) Online-Kurses sein.

    Herzliche Grüße
    Simone

    • Liebe Simone,

      Danke für deinen Beitrag. Ja, ich habe es vielleicht nicht ganz richtig formuliert mit dem „seriös“. Bei den Seminaren, wie ich sie gebe, ist eine Favebook-Gruppe völlig ungeeignet. Es gibt bei mir viel Material, Skripts, Unterlagen, Aufgaben und Übungen, die die Teilnehmer eben auch machen und dann wieder einstellen- in ihren jeweiligen Ordner. Die ich dann lese, antworte, sie ergänzen wiederum usw. Das heißt, wir arbeiten kontinuierlich an verschiedenen Themen – und in einem Forum kann ich das alles in festen „Räumen“ und Ordnern einstellen und dort eben für längere Zeit arbeiten.
      Bei Facebook flutschen die Beiträge so durch. Man kann dort keine feste Struktur einrichten, wo ich beispielsweise mit einem Blick die 10 Ordner von 10 Teilnehmern sehe und an einem Zeichen ebenfalls sehe, wo ein neuer Beitrag ist etc.

      Im Forum habe ich ALLES im Überblick – und über 3 Monate mit mehreren Teilnehmern wird selbst der auf die Dauer schwierig.
      Bei Facebook ist das vollkommen unmöglich.

      Selbst bei mancher kostenlosen Challenge fand ich es bei Facebook frustrierend, da man nur zufällig die letzten Beiträge mitbekam, ewig suchen musste, um einen äteren Beitrag wiederzufinden etc.

      Von daher ist das für mich für „richtige“ Seminare keine Option.

      Gute Erfahrungen habe ich in einer Facebook-Gruppe gemacht, wo es um ein Entrümpelungs-Challenge ging. Da haben wir uns gegenseitig angefeuert, Fotos von unseren Erfolgen eingestellt etc. Da fand ich den Rahmen passend und nicht tragisch, wenn mir mal was durch die Lappen ging. Da musst ich auch keine Beiträge von vor zwei Wochen winderfinden. Da war das also ok.

      Zamyat

  2. Silke Bicker schrieb:

    Gut gebrüllt, Löwin :-)!!

    Bevor ich mich an Lehrer- und andere Erwachsenenfortbildungen getraut habe nach meinem planerischen Studium habe ich die Erwachsenenpädagogik an der UNI Oldenburg aufgesattelt. Plus später Weiterbildungen in Beratung, Moderation, NLP, etc. Vor Online-Workshops fürchte ich mich noch immer und liebäugle mit Deinem Online-Trainer-Angebot. Bin bisher nur zu gerne mit Menschen vis á vis vor Ort.

    Hab eine gute Zeit unter Palmen
    Silke

    • Liebe Silke,

      ja, viele Trainer haben noch die Scheu vor Online-Seminaren. Und das Beste, was man dagegen tun kann, ist es, es auszuprobieren :-). Denn viele (wie ich) merken erst beim Tun: gefällt mir das, macht mir das Spaß oder ist es das überhaupt nicht.

      Und die Liebe zu Präsenzbegegnungen muss ja nicht außen vor bleiben, es ist ja nicht alternativ. Du kannst beides machen oder beides miteinander verbinden (wie ich bei meinem Kreativ-Walk – da finde ich die Verbindung grandios :-))…

      Wenn du genauere Infos haben möchtest oder Fragen hast, können wir gerne mal telefonieren, wenn ich wieder in Almanya bin oder von hier aus skypen (aber dann müssen wir einen konkreten Termin vereinbaren, das wird was komplizierter.

      Liebe Grüße vom Köşk
      Zamyat

  3. Markus Hornung schrieb;

    Liebe Zamyat,

    seit 2 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Online-Marketing, auch wir selbst bauen gerade eben ein veritables Online-Business auf.
    Und ich schlage in die (fast) gleiche Kerbe wie Du. Was sich da im Netz an knapp 25jährigen Coaches, Spezialisten, Erfolgsgurus und „Unternehmern mit Millionen-Business“ tummelt, die es „vom Fließbandarbeiter zum Lamborghini-Fahrer“ gebracht haben und den Unwissenden die Welt erklären, ja diese ans Licht führen wollen, ist unfassbar. Ebenso verblüffend ist die Tatsache, dass es offenbar genügend Dumme gibt, die sich hierfür das Geld aus der Tasche ziehen lassen, denn ich weiß aus eigener Quelle, dass viele dieser neuen Mitbewerber tatsächlich wirtschaftlich ausgesprochen erfolgreich sind – was mich offen gestanden auch mit Neid auf diese digital natives blicken lässt.
    Die meisten von uns alten oder älteren Hasen haben die Entwicklung und die Möglichkeiten des www (und zwar bis heute) fast vollkommen verpennt und unterschätzt und im Zweifelsfall entscheidet auch auf einem neuen Marktplatz, der sich in diesem Fall Internet nennt, der Kunde darüber, was erfolgreich ist und was nicht. Da können wir Weiterbildungsgutmenschen noch so sehr von unseren Erfahrungen, Qualitätsansprüchen, Methoden und redlichen Absichten überzeugt sein – und ich schließe mich hier durchaus mit ein!
    Wundern dürfen wir uns jedenfalls nicht, wenn die methodische und kompetente Spreu der digitalen Coaches und Heilsbringer in unseren Gewässern fischt. Und so erschreckend finde ich das auch nicht. Wie immer heißt das Gegenmittel Aufklärung, Transparenz und ein wenig klappern und auf die Kacke hauen und auch hier gilt schon wie vor etwa 20 Jahren, als Zeitgenossen wie Höller, Ratelband Co. unsere gesamte Branche diskreditiert haben:
    Jammern hilft nix, der Kampf hat begonnen, mögen die Besseren gewinnen!

    Liebe Grüße,
    der Markus

    • Haha, lieber Markus,

      köstlich, deine Offenheit – und ja, auch ich bin neidisch auf die Youngsters, die so ganz naiv und selbstbewusst in einem Verkaufswebinar erzählen: „Ich bin jetzt schon ein Jahr selbstständig als… und will euch deshalb zeigen, wie ihr in einer Woche 300 neue E-Mail Abonnenten gewinnen könnt.“
      EIN Jahr selbstständig – und fühlt sich schon berufen, anderen zu zeigen, wie’s geht?

      Dieses Selbstbewusstsein hätte ich mit 25 Jahren auch gerne gehabt. (Da gabs aber noch keinen Computer!! Meine Diplomarbeit habe ich noch auf einer elektrischen Schreibmaschine mit Tippex geschrieben- das muss man sich mal vorstellen!!) Und da ich inzwischen keine knackigen 25 mehr bin, setze ich mich auch nicht unbedingt im Großformat vor die Videokamera und erzähle eine Stunde vom Leben und der Welt…
      Sondern mache mal wieder ne intensive Fortbildung darüber, wie man gute Videos herstellt, die eben auch technisch gut sind. Und da sehe ich auch wieder mal: in zwei Stunden habe ich das nicht gelernt…

      Und ja, was wir davon lernen können, ist sicher, auch lauter zu klappern und das im Internet.
      Wobei ich da ja offensichtlich eine große Ausnahme bin, da ich schon seit 7 Jahren (oder mehr) regelmäßig blogge, seit 5 Jahren twittere und schließlich auch bei Facebook aktiv wurde.

      Trotzdem habe ich immer noch diese törichte Meinung, dass die Menschen doch sehen müssten, wo sie inhaltliche Qualität bekommen und wo nur heiße Luft dahinter ist.

      Aber das ist wohl ein frommer Wunsch – und so kann ich nur den Spruch als Trost nehmen: „Jeder bekommt die passenden Lehrer bzw. Schüler / Teilnehmer“. Die, die wirklich was lernen wollen, kommen zu uns – und die, die sich schnellen Erfolg ohne eigene Arbeit versprechen, gehen halt woanders hin :-).

      In diesem Sinne, fröhlichen Sonntag. Ich freue mich schon auf eine Woche Einzelcoaching mit einer ebenfalls schon langjährigen Trainerin, das ich hier in der Türkei durchführe, mit Kreativ-Walks und unter Palmen :-). Hab’s also doch auch schon geschafft 🙂

      Iyi günler
      Zamyat

  4. Liebe Zamyat,

    du sprichst mir so aus der Seele! Es ist einfach immer wieder erstaunlich wie das Versicherungsvertreter-Gen sich online genauso zeigt wie offline 😉

    Ich bin seit 1993 online, seit 1995 selbständig als Coach und Trainerin und hatte das Glück schon sehr früh mit diesem Medium Internet in Kontakt zu kommen. Wir hatten 1996 einen der ersten Tele-Learning Lehrgänge in Zusammenarbeit mit Siemens und der Telekom entwickelt.

    Die didaktische Aufbereitung, technische Umsetzung und das Aufsetzen eines gemeinsamen Forums war damals noch ein immenser Aufwand. Trotzalledem war für mich das Kursdesign – sprich wie werden Inhalte dargeboten und nachhaltig verankert – der absolute Kern.

    Nur weil jemand was weiß, heißt das noch lange nicht, dass er auch lehren kann. Letztlich ist diese ganze Welle für uns Trainer, die das als Beruf gelernt habe, das beste was uns passieren kann. Damit wird das online-lernen auch endlich in Deutschland ganz normal. Es wird normal, dass dafür richtig Geld ausgegeben und Wissen damit gekauft wird.

    Viele von den deutschen Trainern machen den Fehler immer noch viel kostenfrei anzubieten. Es schießen diverse Challenges aus dem Boden um email-Adressen zu sammeln. Hat alles seinen Raum, doch letztlich kann man davon nicht leben. Es gehört also für mich dazu, dass Trainer wissen wie die Technik funktioniert, wie sie ihr online-marketing aufsetzen und sich im Netz als Wissensgeber präsentieren UND dann richtig geile Kurse bieten, die Geld einbringen.

    Master the new skill ist für mich die Richtung, die gute Trainer gehen sollten. Der Markt wird sich bereinigen und die, die wirklich was draufhaben, werden auf Dauer übrig bleiben, wenn der Rauch sich gelegt hat. Doch nur wer jetzt einsteigt, lernt und mitmacht, kann auch davon profitieren.

    Liebe Grüße,
    Alexandra

    PS:
    Freut mich, dass du unsere Entrümpelungs-Facebook-Gruppe als wertvoll erlebt hast! Es kommt eben immer darauf an, für was man welches Werkzeug nutzt 😉

    • Liebe Alexandra,

      wie schön, dass du auch noch eine positive Seite ergänzt hast: dass dadurch online-lernen bekannter und normaler wird. Das ist vollkommen richtig.

      Ja, und bei unserer Facebook-Rümpelgruppe ging es ja auch nicht um Wissen, Inhalte und Lernen, sondern darum, ins Tun zu kommen, uns anzufeuern etc. Und dafür ist so eine flotte und flexible Facebook- Gruppe gut. Zumal wir ja zusätzlich täglich von dir eine Mail mit den Aufgaben bekamen – das ist ja noch mal eine ganz eigenes Format.
      Ich habe übrigens bewundert, wie du da trotz der von mir angeprangerten Unübersichtlichkeit auf alle Beiträge eingegangen bist und uns alle positiv bestärkt hat. Das hat alles total Spaß gemacht und wie du weißt, bei mir auch große Erfolge gezeigt. 500 Bücher weniger in meinem Haus, das ist schon mal was :-). Und Stapel von Haushaltswaren, Geschirr, Klamotten und Orient-Deko zur Flüchtlingshilfe gebracht.

      Nach meiner Heimkehr nach D gehts weiter, mit und ohne Gruppe.

  5. Liebe Zamyat,
    Danke für diesen erhellenden, nein er-leuchtenden Artikel.
    Genau wie du sagst: Online-Coaching, Online Kurse sind anspruchsvoller und ich würde auch sagen, anstrengender.
    Sie fordern uns als Trainer weitaus mehr.
    glg
    Angelika

  6. Liebe Zamyat,

    ja, da sprichst du mir auch aus der Seele. Das sehe ich ganz genauso.
    Auch wenn ich dir zum Thema Facebook-Gruppen statt Foren gerne widerspreche. 🙂

    Du kennst ja meine Abneigung gegen Foren. Seit 1999 bin ich mit dem Thema unterwegs. Erst in der FernUni, wo wir auch noch dazu herumgeforscht haben, dann in diversen Fortbildungen. Aber der Funke ist nie übergesprungen. Heute kann ich sagen: Ich hasse Foren. 🙂

    Soeben nehme ich an einer Online-Fortbildung teil, und ich bin noch die Hausaufgabe für diese Woche schuldig, aber mir ist es so zuwider. Aber ich liebe die Kursinhalte, ich sauge jedes Wort auf, das ich dort von den Trainerinnen bekomme. Aber bitte, bitte zwingt mich nicht ins Forum, um mich womöglich noch mit anderen auszutauschen. Och nöööö. Das mag im Kern der Sache liegen. Ich diskutiere nicht gerne.

    Das alles mag erklären, warum es technisch auch auf meiner Seite mit den Foren immer Probleme gab. Immer war etwas quer, immer ist etwas abgestürzt. Ein Zeichen. Dennoch versuche ich auf der neuen Seite ein ähnliches System einzusetzen, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, etwas offen zu diskutieren, wenn es der Wunsch ist. Aber das ist ein freiwilliges Add-on. Ich moderiere im Bedarfsfall, bin aber sonst dort nicht aktiv.

    Das bedeutet auch weniger Aktivität, darüber bin ich mir bewusst. Es soll nur eine Hilfestellung sein, denn bei mir läuft das unter Selbstlernkurs.
    Eins ist klar: Für einen wirklich forengestützten Kurs, so wie du ihn anbietest, muss man ganz viel tun. Da kann man nicht mal eben in der Sonne liegen. Außerdem braucht es viel Moderationserfahrung, um zu wissen, mit welchen Methoden man ein solches Forum am Laufen hält.

    Ich mag Facebook-Gruppen im Gegensatz zu Foren sehr, weil ich ganz bequem x-mal am Tag bei Facebook vorbeischaue. Da bin ich immer eingeloggt, nehme die News auf, und kann etwas kommentieren, wenn es mir wirklich wichtig ist, oder einfach nur liken. Mir gefällt das sehr. Egal, ob beruflich oder privat.

    Aber: Zu Facebook-Gruppen hatte ich bis zum letzten Jahr auch ein gespaltenes Verhältnis. Ich wollte die nicht in meinen Kursen akzeptieren, weil immer wieder Teilnehmer auftauchen, die nicht bei FB sind. Sollten die dann keine Möglichkeit zum Austausch haben? Ich habe versucht, etwas zu finden, was eine Timeline bietet, die so funktioniert wie FB, aber in meinem System läuft.
    Das ging mit BuddyPress, lief aber nicht stabil und hat die Teilnehmer irritiert. Da war dann die Nachfrage nach einer FB-Gruppe. Ein Teufelskreis. 😉
    Das letzte Jahr scheint mir das Jahr der Challenges auf FB gewesen zu sein, und da habe ich die Gruppen noch mal ganz anders erlebt. So unglaublich hilfreich und ermunternd. Das gefällt mir sehr. Es sind keine wirklichen Diskussionen, da gibt es einen Tipp, für den man sich bedankt, oder ein großes Lob, weil man etwas toll gemacht hat. Das entspricht mir mehr.

    So ging es mir gerade in einem Onlinekurs, der begleitend eine FB-Gruppe hatte. Das war so kuschelig. Die meistgebrauchten Worte waren: Awesome, lovely, xoxo, cute, I love your photos, I love your style…
    Das mag manchem nicht reichen, aber ich liebe ja so Mädchenkram. 🙂

    Im Grunde gefällt mir eine Kombi aus Live-Online-Trainings/Webinaren und Videokursen am besten. Aber dazu braucht es einfach Erfahrung. Da sind wir uns aber jetzt wieder einig. 🙂

    Man muss als Online-Trainer viele Erfahrungen sammeln, bevor man den ersten Kurs anbietet. Nur so kommt man sich selbst und den Teilnehmern auf die Spur. Neben pädagogischen Grundlagen spielen auch die eigenen Vorlieben eine verdammt große Rolle. Wenn ich auf etwas keine Lust habe (Foren), dann muss ich das anders gestalten.
    Was reizt mich überhaupt an dieser Art des Lernens? Mich ganz viel. Ja, wer keine Leidenschaft dafür verspürt, der sollte einfach damit aufhören. Viel Geld verdienen zu wollen, das reicht einfach nicht.

    Das große Geld:
    Ich gestehe, dass ich bei manchen Schilderungen auch Neid verspüre, obwohl ich mir das immer verbiete. Aber mir gehen da die gleichen Gedanken wie dir durch den Kopf, immerhin bin ich jetzt auch schon seit 1998 in diesem Job. Ein guter Vorsatz für 2016 war, mir davon nicht die Energie rauben zu lassen. Das läuft bis jetzt ganz gut.

    Manchmal wird aber auch nur ganz lauwarm gekocht. Neulich hat eine angeblich sooo bekannte Reisebloggerin, von der man sagte, gut im Geschäft zu sein, mal ihre Zahlen veröffentlicht. Lächerlich! Das war ein wirklich kleines Gehaltchen! Also, wenn das die Realität ist, dann möchte ich da nicht hin. Vielleicht sind manche Menschen mit ganz wenig zufrieden, besonders ganz junge Menschen. Aber auf einen gewissen Komfort möchte ich ganz ungerne verzichten. Schließlich hat man ja auch ein paar Verpflichtungen, und kann nicht nur mit dem Rucksack durch die Welt tingeln. Das wäre jetzt auch nix für mich.
    Also deshalb: Bloß keinen Neid! 🙂

    Ich glaube fest daran, dass sich Kompetenz und Kontinuität am Ende durchsetzen.
    Also dann abwarten und Foren moderieren. 😉

    Wir rocken das.

    Sonnige Grüße
    Sandra

    • Liebe Sandra,

      herrlich, Danke für deine ausführlichen Ergänzungen.

      Ja, das ist auch ein wichtiger Aspekt: herauszufinden, was zu einem passt und was einem Spaß macht. Und wie schön, dass wir da so unterschiedlich sind, so können wir unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen. Weil unsere Teilnehmer ja genau so unterschiedlich sind :-).

      Und ich denke wir beide gehören zu denen, die immer wieder neues ausprobieren, sich verändern, Dinge dann doch irgendwann machen, die sie erst blöd finden, neue Erfahrungen machen, weiterlernen und wieder was neues basteln… und eben einfach dran bleiben.

      Und das, was sie machen, mit Leidenschaft und Herz und Fehlschlägen und Neuheiten und genialen Ideen und Erfolgen und eben alles, was zum Leben dazu gehört.

      Yeah, wir rocken es! 🙂

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