Transfer (nicht nur) in Online-Seminaren – Die Verbindung zum realen Leben

Das tollste Seminar nützt nichts, wenn die Teilnehmer anschließend nichts umsetzen. Unser Job als Trainer ist es, die Teilnehmer auch dabei zu unterstützen, das Gelernte oder Erkannte anschließend anzuwenden.

Wenn sich Teilnehmer zu einem Seminar anmelden (oder geschickt werden) steht ja ein konkretes Ziel dahinter. Sie wollen etwas lernen oder erfahren oder erleben, das sie in der Zeit nach dem Seminar nutzen können. Neu erlernte Fähigkeiten nutzen, Verhaltensänderungen erproben, was auch immer.

Natürlich hängt es auch schon von der Art und Qualität des Seminars ab, ob und wieviel die Teilnehmer mit nach Hause nehmen und anwenden können. Bei stundenlangen Power Point Vorträgen ist der Effekt sicher nicht so groß wie bei einem Seminar, wo beispielsweise Trainer schon viele Seminarmethoden selbst ausprobiert haben oder Teilnehmer konkrete Zeitmanagement-Tools zu einem bestimmten Thema schon selbst getestet haben.

Zusätzlich können Sie als Trainer den Transfer aber noch durch spezielle Methoden vorbereiten und auch nach dem Seminar noch weiter unterstützen.

Bei Online-Seminaren haben sie dazu noch viel mehr Möglichkeiten als bei reinen Präsenz-Veranstaltungen.

Transfer-Methoden im Seminar

In der Regel werden solche Methoden eher am Ende eines Seminars angeboten (aber Ralf Besser hat in seinem Transfer-Buch auch eine Methode für den Einstieg vorgestellt. Wobei die Teilnehmer gleichzeitig darüber bewusst werden sollen, dass sie selbst entscheidend zum Gelingen beitragen).

Damit Teilnehmer nicht einfach nur mit einem netten Gefühl nach Hause gehen („Das war ein schönes Seminar!“), sondern es einen wirklichen Transfer des Gelernten gibt, sind einige unterstüztende Aspekte zu beachten.

Was hilft beim Transfer?

Ich habe oft erlebt, dass Teilnehmer bei der Abschlussrunde solche Sätze sagten wie: „Ja, ich würde gerne versuchen, das und das mal umzusetzen…“

Klare Sprache, eindeutige Formulierung

Bei der Sprache fängt es schon an. Wenn ich etwas im Konjunktiv formuliere (Möglichkeitsform), dann ist das noch keine klare Entscheidung. Und das Wort „versuchen“ verstärkt das noch. Da steckt die Möglichkeit des Scheiterns schon drin.

Es geht darum, dass die Teilnehmer sich selbst mental auf die Umsetzung einstimmen, indem sie es ganz klar und eindeutig formulieren.

Ich mache das und das! Punkt! Am besten auch noch konkret, wann und wie und mit wem.

Schauen Sie selbst, wie unterschiedlich es auf Sie wirkt wenn jemand sagt:
„Ich würde gerne versuchen, einige dieser Tools zu besserem Zeitmanagement umzusetzen. Das wäre bestimmt hilfreich. „ oder

„Ich mache Montag meinen Tagesplan mal als Mind Map und probiere aus, wie mir das mehr hilft als die vielen Notizzettel.“

Klare Ziele

Eng damit hängen natürlich die Ziele zusammen. Was ist das Ziel (weshalb ich mich zum Seminar angemeldet habe). Möchte ich die Wochenenden zukünftig frei halten?  Oder das Chaos auf meinem Schreibtisch lichten? Oder einen besseren Überblick über meine vielen Projekte haben? Dementsprechend sollte ich beim Transfer mit dem anfangen, was mir bei meinem Ziel am besten hilft, das die größte Wirkung hat.

Mögliche Hindernisse schon vorher herausfinden und Strategien entwickeln

Besonders genial sind verschiedene Methoden, bei denen die Teilnehmer konkrete Vorhaben formulieren, die sie umsetzen wollen und gleich schon im Vorhinein schauen: Was könnte mich hindern, das zu tun? Denn nur dann können sie auch im Vorfeld schon Strategien überlegen, die diese Verhinderungen verhindern.

Einige dieser Methoden stelle ich in meinem Workshop auf dem nächsten e-Trainer-Kongress vor.

Begleitende Unterstützung nach dem Seminar

All diese Transfer-Methoden, die ich auf dem Kongress vorstelle, können Sie auch in Präsenzseminaren einsetzen.

Aber online kann ich eben die Teilnehmer auch noch nach dem Seminar viel leichter beim Transfer begleiten.

Auch dazu stelle ich auf dem e-Trainer Kongress einige Konzepte vor, wie Sie als Trainer Ihre Teilnehmer bei der Umsetzung begleiten oder im Seminar Vorbereitungen treffen, wie sich die Teilnehmer weiterhin unterstützen können.

Damit Ihre Seminare und Trainings wirklich nachhaltig sind.


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