Wie können Sie in einem Webinar Gruppenarbeiten durchführen?

Im letzten Beitrag ging es darum, wie Online-Trainer  Gruppenarbeit in einem Forum anregen können, heute geht es um Gruppenarbeit in Webinaren bzw. Live-Online-Seminaren.

Gruppenarbeit im Live-Online-Seminar

In Gruppenräumen

Im Webinar selbst ist es leichter als in einem Forum, die Gruppe zur Zusammenarbeit zu bringen. Sie müssen nur entsprechende Aufgaben stellen.
Wenn Sie viele Teilnehmer haben, ist es günstig, wenn Sie das Webinar auf einer Plattform durchführen, die über Gruppenräume verfügt (wie  beispielsweise Adobe Connect und Vitero). Da können Sie ganz klassisch verfahren: Sie geben den Gruppen eine konkrete Aufgabe, haben vielleicht im Gruppenraum schon ein entsprechendes Whiteboard vorbereitet und schicken die Teilnehmer dann für eine vereinbarte Zeit in die Räume.
Meist werden anschließend die Ergebnisse im Plenum präsentiert.

(Auch das lässt sich sehr kreativ und kurzweilig gestalten, ist aber ein eigenes Thema).

Hier ein Beispiel:

Aufgabenstellung

AGs Lerntypen

Präsentation im Plenum nach der AG- Arbeit

AG Ergebnisse Visueller Lerntyp

In privaten Chats

Manche Plattformen bieten die Möglichkeit von privaten Chats. Dort können sich dann jeweils zwei oder drei Teilnehmer austauschen und an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten oder über eine Frage oder ein Thema diskutieren.

Auf kleinen Umwegen

Wenn Sie über keine virtuellen Gruppenräume verfügen, können Sie verschiedene alternative Lösungen einsetzen, die ein klein wenig umständlicher, aber machbar sind.

So können Sie im Webinar Gruppen bilden und diese treffen sich dann außerhalb des Webinars für beispielsweise 15 Minuten und arbeiten an ihrem Thema. Sie haben dann so lange eine schöne Kaffeepause :-).

Die Teilnehmer können sich über Skype austauschen oder auf einer anderen Plattform an einem gemeinsamen Mind Map arbeiten oder sich in einer Telefonkonferenz zusammenschalten. Da gibt es unendlich viele Möglichkeiten, die Sie nur vorher kurz einführen müssen.

Der Aufwand lohnt sich natürlich nur bei längeren Schulungen oder Seminaren und nicht bei einem einmaligen Webinar von 60 Minuten.

Zusammenarbeit außerhalb des Webinars

Bei einem längerfristigen Training können Sie die Teilnehmer auch zur Zusammenarbeit zwischen den Webinaren anregen. Dazu sollten sie natürlich auch konkrete Aufgaben geben, die diese in der Zwischenzeit bearbeiten.

Das können schriftliche Arbeiten sein (wenn Sie wie ich parallel in einem Forum zusammen arbeiten), per Skype oder Telefon, E-Mail oder eine andere Plattform.

Das hängt von der Aufgabe ab, die die Teilnehmer erledigen sollen.

Hier ein paar Beispiele:

Gemeinsam etwas erarbeiten

Bei einem Trainerseminar könnte eine Aufgabe sein, dass die TN in Kleingruppen ein Spiel oder eine Methode zu einem bestimmten Thema entwickeln.

Gemeinsam üben und ausprobieren

In einem Seminar zum Thema Kommunikation oder NLP kann die Aufgabe darin bestehen, bestimmte Übungen miteinander zu machen. Das geht auch über Skype mit Videoübertragung oder je nachdem. mit Live-Treffen.

Sich gegenseitig unterstützen

Zum Thema Marketing oder Social Media nehmen sie sich bestimmte Aufgaben vor und berichten sich gegenseitig in der Zwischenzeit, was sie von den geplanten Aktionen umgesetzt haben.

Ihre Aufgabe

Überlegen Sie sich, bei welchen Ihrer Themen und Schwerpunkten wäre eine Gruppenarbeit sinnvoll? Wenn Sie das Thema vorher als Präsenzseminar durchgeführt haben, wird das hier ähnlich sein.
Bei einem neuen Thema schauen Sie, wo es gut ist, wenn die Teilnehmer selbst etwas erarbeiten und umsetzen, das Sie im Webinar vorgestellt haben. Oder was sie in der Zwischenzeit üben und testen können oder wo sie eben Partnerschaften zu gegenseitigen Unterstützung bilden können.

Diese können auch im Forum miteinander kommunizieren, oder eben per Mail oder Telefon.
Ich erinnere mich an eine Fortbildung, wo ich jeden Tag 10 Minuten mit meiner Partnerin telefonierte, mit einer festen Struktur.

Habe ich meine Aufgabe gemacht (jeden Tag eine Marketing-Aktivität), wie ging es mir dabei, mit welchem Ergebnis. Und wo brauche ich Unterstützung für die nächste – oder falls ich die Aufgabe nicht gemacht habe.

Ich denke, das sind genug Anregungen.

Viel Spaß beim Experimentieren.

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