Strategiespiel für Online-Seminare und Präsenz-Seminare

seminarspiel strategieIn meinen Online-Seminaren wie beispielsweise der Online-Trainer-Ausbildung  stelle ich im Forum auch immer diverse Engergizer und Spiele ein, womit die Seminar-Teilnehmer sich bei der Arbeit die Pausen vergnügen können und gleichzeitig Methoden und Spiele für ihre eigenen Seminare kennenlernen.  Dazu gehört auch dieses herausfordernde Spiel.

Das „Frösche springen“ ist ein Strategiespiel, bei dem es wohl auch um logisches Denken geht.

Denksportaufgaben und strategisches Denken liegen mir normalerweise weniger, aber ich finde es schon unglaublich witzig, diese Frösche mit diesem doofen Gesichtsausdruck springen zu sehen.

Obwohl ich die Lösung schon x-mal hatte (mit Hilfe), vergesse ich sie immer wieder und kann immer wieder von vorne anfangen.

Also, probieren Sie es aus, auch wenn Sie beim ersten Mal vielleicht in die Tischplatte beißen möchten.
Strategiespiel Frösche springen

Dann geht eine Excel-Tabelle auf und Sie müssen nur das „Bearbeiten aktivieren“, dann können Sie loslegen. Vielleicht kommt vorher auch eine Warnung, ob es sicher ist. Dann klicken Sie „ja, kenne ich“ oder so ähnlich.

Variante für Präsenz-Seminare

 

Diese Übung kann man auch wunderbar in Präsenz-Seminaren durchführen, zu Themen wie Kreativität oder Team-Building sehr geeignet.
Es ist in der Tat noch schwerer, da man das Ganze nicht von außen sehen kann, sondern sozusagen als Frosch mitten drin ist.

Verlauf

Sie markieren mit Tesakrepp die Felder für die Frösche auf dem Boden, in der Mitte ein freies Feld.
Die Teilnehmer stehen nun in den Feldern in der entsprechenden Richtung, drei links, drei rechts – und müssen nun nach den gleichen Regeln die Plätze tauschen.

Der Rest der Teilnehmer schaut es sich von außen an.

Sie können es entweder so spielen, dass die Frösche selbst die Strategie erarbeiten müssen- oder dass die Teilnehmer von außen die Anweisungen geben.

So oder so, es kostet Schweiß und Tränen- wie hier auch bei dieser doch sehr lustigen Variante.

Je nach Seminarthema und Variante können Sie anschließend noch reflektieren und auswerten, wie der Prozess gelaufen ist, wer welche Rollen und Verhaltensweise übernommen hat…

Perlenkette

Ich liebe ja Methoden, die keinerlei Vorbereitung vom Trainer erfordern und die ich spontan in einem Seminar einbringen kann. Die Perlenkette kann ich in einem Präsenzseminar spontan einbauen.

Normalerweise dient sie der Wiederholung, sie ist aber auch als Einführung in ein Thema denkbar, wenn ich herausfinden will, was die Teilnehmer schon zu einem Thema wissen.

Die ausführliche Methoden-Beschreibung für Präsenz-Seminare finden Sie weiter unten, hier erst mal nur eine kurze Erläuterung.
Es geht darum, konkrete Arbeitsschritte oder Abläufe zu wiederholen, die eine logische Reihenfolge haben. Zum Beispiel: „Wie erstelle ich eine Excel-Datei?“, „Wie baue ich einen Schrank?“ oder „Wie gestalte ich ein Bewerbungsschreiben?“

Die Teilnehmer sitzen im Kreis und der Reihe nach nennt jeder einen Arbeitsschritt.

Online-Varianten

In einem Webinar habe ich sogar zwei Varianten zur Verfügung. Ich kann die Übung mündlich durchführen und schriftlich.

Mündlich

Da Sie in Webinaren ja meist nicht ganz so spontan agieren können, sondern zumindest das meiste vorher planen, können Sie eine Folie vorbereiten, in denen Sie die Namen der Teilnehmer in einem Kreis anordnen, am besten durchnummeriert. Damit die Teilnehmer wissen, in welcher Reihenfolge sie sprechen sollen.

Ansonsten können Sie natürlich auch die Reihenfolge in der Teilnehmerliste nehmen. Da Sie das aber sicher auch oft bei anderen Übungen machen ist es schön, da mal Abwechslung reinzubringen.

Nun schalten Sie die Teilnehmer nach und nach frei und jeder sagt einen Arbeitsschritt. Ganz kleinschrittig. Dann der nächste usw.

Regel: Es soll nicht korrigiert oder dazwischen gesprochen werden, aber diese Regel kann man natürlich ändern.
Sie können dann eventuell eine zweite Runde machen (falls es einige Unklarheiten gab), wo dann Korrekturen angebracht werden.

 

Schriftlich

Auch hier muss die Reihenfolge der Teilnehmer vorher festgelegt werden, in der sie in den Chat schreiben.

Hier nehme ich oft ein Thema der Teilnehmer, nachdem ich vorher mit ihnen die mündliche Runde gemacht hatte.
Im gestrigen Webinar mit Dozenten, die Kurse in Niederdeutsch geben, kam als Vorschlag das Thema „Anziehen“. Nunja, dachte ich, mal sehen, in welcher Reihenfolge die Teilnehmer sich wohl anziehen.

Ich habe diese Übung schon oft in Webinaren gemacht, mit so Themen wie: „Wie bereite ich ein Webinar vor“ beispielsweise.

Gestern habe ich nun Tränen gelacht. Das war einfach so kreativ und köstlich, dass ich es hier mit Ihnen teilen möchte.

Beispiel auf Plattdütsch zum Thema „Anziehen“

Nachthemd uttreken,

Ünnerbüx wesseln,

Bussenholler antrecken,

Parföön spröhen ünner de Arms,

BH wada uttratje, (das war ein männlicher Teilnehmer J)

Socken anziehen (war ich, kann kein Plattdütsch J)

Ünnerhemd överweg,

In’n Schapp kieken,

Faststellen, dat ik nix tau’n Antrecken heff,

Büx antrecken,

Wullmüüs ut’n Buuknavel kleien,

Schlorre auntratje

Auch wenn ich kein Plattdüütsch kann, so habe ich doch fast alles verstanden, Nur Schapp= Schrank und Schlorre=Hausschuhe war mir nicht klar.

 

Methoden-Beschreibung für Präsenz-Seminare

Zur Methode

Diese Methode erfordert von Ihnen keine Vorbereitung und ist daher jederzeit einsetzbar. Sie ist simpel, kann aber gleichzeitig große Erkenntnisse über das Wissen oder die Lücken der Teilnehmer bringen.

Es geht um die Reihenfolge von Arbeitsschritten oder Abläufen.

Sie können diese Methode als Einstieg in ein Thema nehmen, um zu sehen, was die Teilnehmer darüber schon wissen oder auch nicht wissen. Sie können sie aber auch als Wiederholung einsetzen.

Verlauf

Alle sitzen im Kreis. Das Thema wird genannt, beispielsweise „Spaghetti kochen“.

Der erste Teilnehmer benennt nun den ersten Arbeitsschritt, beispielsweise: „Ich nehme den Topf aus dem Schrank.“ Der nächste muss nun den nächsten Schritt beschreiben: „Ich fülle Wasser in den Topf.“ usw. Im Uhrzeigersinn soll jeder so schnell wie möglich den nächsten Schritt benennen. Wenn jemand nicht weiter weiß, kann er auch sagen: „Ich passe“ – und gibt die Benennung des Arbeitsschritts an seinen Nachbarn weiter.

Sie können als Regel vereinbaren, dass niemand dazwischen redet, also auch nicht korrigiert oder nachfragt, sondern erst einmal eine Runde so durchläuft.

Danach können dann Verbesserungsvorschläge und Korrekturen von den Teilnehmern kommen.

Um bei dem Beispielthema zu bleiben:

es ist einfach spannend zu beobachten wie lange es dauert, bis einer in der Runde merkt, dass noch gar kein Wasser im Topf ist oder niemand den Topf auf den Herd gestellt hat.

 

Weiterarbeit

Je nach Lücken, die auftauchen, können Sie anschließend Korrekturen oder Ergänzungen liefern- oder noch ein anderes Lernspiel einsetzen, um Vergessenes zu wiederholen.

 

Lerntypen

A- sprechen

 

Titel Wiederholung (oder Einstieg in ein Thema)
Ziel Wiederholung (Themeneinstieg)
Zeitbedarf Minuten
Anzahl der Teilnehmer ab 7
Sozialform im Stuhlkreis
Material  
Trainerdokumente Traineranleitung

 

Adokasi – eine kreative Kommunikations- und Schreib-Übung

Medien Chat
TN-Aktivität schreiben
TN-Zahl/ Gruppengröße bis 10
Sozialform Paare
Webinartyp interne Webinare, längere Schulungen

 

Zur Methode

Eine kreative Schreibübung, die schon etwas anspruchsvoll ist und dazu verhelfen kann, die Fantasie anzuregen. Auslöser ist ein Fantasie-Wort.

Vor allem aber hat sie viel mit Kommunikation und Teamarbeit zu tun, denn jeweils zwei Teilnehmer kommen in einen intensiveren Kontakt und können gemeinsam eine abstruse Geschichte spinnen.

Ziel

Anregung der Kreativität.
Kommunikation und Kennenlernen auf kreative Art.

Technische Voraussetzungen und Vorbereitung

Ideal ist es, wenn Sie entweder für jedes Paar einen Gruppenraum haben oder die Möglichkeit, dass die Teilnehmer sich zu zweit per Privatchat austauschen können.

Wenn beides auf Ihrer Webinar-Plattform nicht möglich ist, müssen Sie Alternativen wählen, die dann vor dem Webinar schon organisiert werden müssen.
Sei es, dass sich die Teilnehmer in anderen Chats verabreden oder über Skype, wo sie ja auch schreiben können. Oder auf einem der vielen Online-Tools, die für gemeinsames Arbeiten geeignet sind.

Verlauf

Sie erläutern in der Gesamtgruppe die Aufgabe, bevor die Partner dann in ihre Räume gehen und die Übung gemeinsam durchführen.

Die Teilnehmer können Teil 1 der Übung erst jeweils für sich auf einem Blatt Papier machen und dann in den Chat schreiben.

1

Jeder schreibt drei Konsonanten mit etwas Abstand zwischen den Buchstaben, beispielsweise …d …k… s. In einem zweiten Schritt werden Vokale zwischen, vor und hinter die Konsonanten geschrieben, beispielsweise a..d..o..k..a..s..i. So entsteht ein Phantasiewort.

Zu diesem Phantasiewort schreibt jeder kurze Assoziationen auf, beispielsweise: „Ist rot schillernd, erscheint immer am Vormittag, ist schwer zu treffen.“ Es kann irgendetwas sein, ohne dass man selbst eine konkrete Vorstellung davon hätte.

Dann schreiben die Partner sich die Worte und Assoziationen in den Chat.

2

Nun schreiben beide abwechselnd eine Geschichte, in der sich die beiden Phantasiewörter begegnen. Jeder schreibt jeweils einen Satz in den Chat, dann schreibt der Partner den nächsten Satz. Dabei wird nicht gesprochen.

Wenn einer meint, dass die Geschichte zu Ende sei, sagt er Bescheid und der andere darf noch einen Schluss-Satz schreiben.

Auswertung

Die Auswertung kann zu zweit oder in der Gruppe erfolgen.

Die Teilnehmer können berichten, wie es ihnen bei der Übung ging. Oft hat jeder eine bestimmte Vorstellung im Kopf, wie die Geschichte verlaufen soll. Es ist nicht für jeden einfach auszuhalten, wenn der Partner sie in eine ganz andere Richtung lenkt und andere Assoziationen hat.

Manchen fällt es leicht, dem dann nachzugeben und sich auf etwas Neues einzulassen, andere versuchen immer wieder, ihren Weg weiter zu verfolgen. Einigen macht es Spaß, sie sind neugierig, was kommt, andere werden sauer oder frustriert.

Wenn zwei Personen sich schon länger kennen, so kann durch das Spiel auch einiges über die Beziehung deutlich werden.

Die Geschichten nehmen manchmal Science-Fiction Charakter an oder sie sind grotesk und lustig, unheimlich oder freundlich. Das hängt ganz von der momentanen Verfassung und Stimmung der Teilnehmer ab, die hier sehr deutlich wird.

Weiterarbeit

Wenn es passt und gewünscht wird, können sich die Teilnehmer ihre Geschichten am Ende auch vorlesen. Jeweils einer der Paare liest sie dann am Stück vor.

Lerntypen

V – Wörter erfinden, schreiben
A – eventuell vorlesen
K – Spaß an fantasievoller oder Science Fiction Geschichte

 

Quelle

Die Ursprungsmethode ist von Klaus Vopel.

Wissen und Vermutung

Zur Methode

Statt eines Trainer-Vortrags und Inputs erarbeiten sich die Teilnehmer die Inhalte zu einem Thema selbst auf kreative Art und präsentieren die Ergebnisse anschließend der Gruppe.
Das geht auch bei Themen und Begriffen, die noch nicht allen bekannt sind. Es kommen dennoch schon sehr viele brauchbare Ideen und Informationen zusammen und das Begreifen und Behalten ist sehr viel intensiver, als wenn die Informationen einfach in einem Vortrag vom Trainer geliefert werden.
Was noch fehlt, können Sie anschließend ergänzen und eventuelle „Fehler“ richtigstellen.

Verlauf

Auf einer Folie stehen Stichworte zum Thema (hier das Beispiel: „Webinar-Tools und -Funktionen“), als Mind Map oder in anderer Form.
Jeweils zwei-drei Teilnehmer wählen ein Stichwort aus, zu dem sie etwas wissen oder glauben zu wissen oder Assoziationen haben.
Sie überlegen gemeinsam, was der Begriff wohl bedeuten könnte und überlegen ein konkretes Beispiel, wie das im Training aussehen könnte.
Diese Überlegungen sollen sie anschließend auf kreative Art präsentieren.
In diesem Beispiel geht es um sehr konkrete, zum Teil technische Kenntnisse, es geht aber ebenso mit abstrakteren und allgemeineren Themen (siehe das Beispiel aus Präsenz-Seminaren).

Arbeit der Arbeitsgruppen

Wie das konkret ablaufen kann, hängt unter anderem von der Plattform ab, mit der sie arbeiten.

1. Gruppenräume

Wenn Sie eine Webinar-Plattform mit Gruppenräumen haben, dann können sich jeweils 2-3 Teilnehmer dort treffen und ihr Thema bearbeiten.
Wenn Sie diese Möglichkeit nicht haben, gibt es verschiedene Varianten.

2. Skype

Die Teilnehmer verschwinden für 10-15 Minuten aus dem Webinar-Raum und verabreden sich in kleinen Gruppen bei Skype und bearbeiten dort das Thema. Einer kann die Ergebnisse auch visualisieren (je nach kreativer Darstellung nachher in der Gesamtgruppe) und dem Trainer per Mail zuschicken, damit er es im Webinar-Raum hochladen kann.

3. Vorarbeit im Forum

Sie arbeiten parallel mit einem Forum (wie ich es immer mache) und starten dort den 1. Teil der Aufgabe. D.h. Sie stellen das Bild mit den Stichworten ein, die TN bilden Paare oder Arbeitsgruppen, die vor dem Webinar das Thema bearbeiten und eine kreative Präsentation planen.
Diese schicken Sie dann vor dem Webinar an den Trainer, der es dann im Webinar-Raum hoch lädt.

4. Privat-Chat

Wenn es im Chat einzustellen ist, dass Teilnehmer einzeln miteinander kommunizieren können, dann können Sie auch dort schriftlich miteinander arbeiten. Das ist aber etwas komplizierter.

Hier können Sie die Präsenz-Variante lesen.

Teilnehmer-Präsentationen in Online-Seminaren kreativ und anschaulich besprechen

In meinem letzten Webinar bei einer Einzel- Online-Trainer-Ausbildung habe ich ganz spontan eine neue Form gefunden, wie wir Teilnehmer-Präsentationen besprechen können. Da die Teilnehmerin sehr positiv reagierte, nahm ich mir vor, das nun öfter so zu machen und vielleicht auch noch weitere Varianten daraus zu entwickeln. Jetzt, wo die Grundidee da war.

 

Übungspräsentationen nach jedem Webinar

Kurz zur Erklärung:

 In jedem der drei Module gibt es zwei Webinare, am erste und letzten Tag des 5-tägigen Moduls, wo die Teilnehmer die Möglichkeit haben, im Anschluss an das Webinar eine kurze Übungspräsentation durchzuführen. Es soll eine kleine Sequenz aus dem Seminarkonzept sein, das sie während der Online-Trainer-Ausbildung entwickeln. Sie können so neue Methoden ausprobieren, aber vor allen Dingen ausprobieren und üben, wie es ist, in der Trainer-Rolle zu sein. Die Tools im Virtuellen Klassenraum zu bedienen, die Teilnehmer anzusprechen, obwohl sie diese vielleicht nicht sehen und mit einzubeziehen.

Nach der kurzen Präsentation und Eigenreflexion gibt es dann ein Feedback von den Teilnehmern und zuletzt von mir.

 

Besprechung der Übungs-Präsentation – mit Notizen auf Folie

 

Bisher habe ich mir während der Präsentation Notizen gemacht und bin dann noch mal die einzelnen Folien durchgegangen und habe meinen Senf dazu gegeben. Fragen gestellt, weitere Tipps und Veränderungsvorschläge gegeben etc.

Diesmal ergab es sich dann, dass ich auf einer der besprochenen Folien dann anfing, die Tipps und Ideen, die wir im Gespräch entwickelten, direkt auf die Folie zu schreiben. Die Stellen anzukringeln, Stichworte dazu zu schreiben, Zeichnungen einzufügen.

In dem Fall waren es Korrekturen, Hinweise, was auf der Folie gestrichen werden kann und stattdessen nur erläutert oder in den Chat geschrieben, kürzere Formulierungen und der Hinweis, dass dazu noch eine 2. Folie entwickelt werden soll, auf der dann steht, wie es nach der angeleiteten Übung weitergeht.

Das war für die Teilnehmerin so viel konkreter als wenn sie mir nur zuhören musste und dabei selbst Notizen machen.

Anschließend bei der Aufbereitung des Handouts, in das ich auch immer die Ergebnisse und Folien mit Ausarbeitungen einarbeite, konnte ich dann noch zusätzliche Hinweise ergänzen, die wir besprochen hatten.

Visualisierung zum besseren Verständnis und Behalten

So hat das Feedback sicher eine noch viel intensivere Wirkung und bringt den Teilnehmenden sicher noch mehr als die rein mündlichen Erläuterungen.

Und grundsätzlich weiß ich ja, wie wichtig es ist, möglichst viel zu visualisieren von dem, was man vermitteln will. Da ich selbst am wenigsten auditiv bin und durch reines Zuhören nicht lernen kann. Ich muss dann alles selbst mitschreiben, damit ich es verstehe und behalte.

In Situationen, wie bei solchen Präsentationen, wo Teilnehmer vielleicht auch ein wenig aufgeregt sind, ist es sicher noch hilfreicher, direkt sichtbar Notizen zu machen, da sie sonst vielleicht nicht alles mitbekommen.

Beispiel

Hier ein fiktives Beispiel, das jetzt inhaltlich nicht wahnsinnig anspruchsvoll ist, aber zeigt, was gemeint ist.

Es sind manchmal kleine Dinge, die die Qualität unserer Arbeit verbessert. Und manchmal muss man einfach Dinge aus einem Bereich in einen anderen übertragen.

Während der Webinare habe ich oft auf einer Folie visualisiert, was die Teilnehmer sagten – wenn sie es nicht ohnehin selbst machten. Aber bei den Übungspräsentationen habe ich das bisher nicht gemacht.

Wie bekommen Sie Teilnehmer dazu, in Webinaren etwas zu sagen, ohne als Oberlehrerin aufzutreten?

Es ist natürlich ein Unterschied, ob Sie ein öffentliches Informations-Webinar mit 100 Teilnehmern oder mehr durchführen oder ein richtiges Seminar oder Training mit maximal 12 Teilnehmern. Doch selbst bei 100 Teilnehmern können ja einzelne sich auch sprechend beteiligen, eine Frage stellen oder als Beispiel-Teilnehmer eine Übung mitmachen – freiwillig.

Im Folgenden beziehe ich mich aber vor allem auf Webinare oder Live-Online-Seminare, in denen Sie mit einer überschaubaren Gruppe Menschen an Themen arbeiten. Wie können Sie die Teilnehmer dazu bewegen, zu sprechen, ohne wie in der Schule früher die einzelnen mit Namen aufzurufen und zu sagen: „So, Frau Müller, was meinen Sie dazu?“

Das hatte schon in der Schule eine Schockwirkung auf mich. Selbst wenn ich es vorher noch gewusst hatte, nun war es weg. Das ist also nicht der geschickteste Weg.

Ich kenne einige Kolleginnen, die ihre Teilnehmer in Webinaren nicht sprechen lassen, weil sie den Eindruck haben, dass die das nicht mögen.
Ich selbst habe die Erfahrung in den letzten Jahren noch nicht gemacht, jedenfalls nicht in meinen gebuchten Seminaren.
Aber auch bei öffentlichen kostenlosen Webinaren gab es immer Teilnehmer, die gerne auch ihr Mikro freischalteten und bei einer Methode aktiv mitmachen wollten.

Einige Anregungen

Weiterlesen

Vorteile von Online-Seminaren – eine Liste

Ich möchte Sie einladen, mit mir eine endlos lange Liste von Vorteilen zu sammeln, die Online-Seminare für Sie haben.
Jeden Tag will ich dann einen Vorteil bei Twitter und Facebook posten #Vorteile von #Online_Seminaren und ein lustiges Foto dazu, so ich eins finde. Oder eine Zeichnung dazu machen – mal sehen, wie es sich entwickelt.

Auch Sie können gerne eine Zeichnung oder ein Foto dazu liefern (das müssten Sie mir dann per E-Mail schicken, weil Sie im Kommentar keine Fotos hochladen können).

Also, schreiben Sie Ihre Vorteile in den Kommentar, damit die Liste täglich weiter wächst.
Ich fange mal an, der aktuelle Bezug ist wohl offensichtlich.

Und ich habe gemerkt, dass ich erst einmal mit den persönlichen Vorteilen als Trainerin begonnen habe, so die kleinen Alltagsvorteile, die nicht unbedingt die entscheidenden Gründe sind, warum ich immer mehr auf Online-Seminare umsteige. Die ich aber dennoch sehr schätze.
Zu den methodisch-didaktischen Vorteilen komme ich in dieser Liste später auch noch, dazu habe ich aber auch schon viel hier im Blog geschrieben.

Vorteile von Online-Seminaren

Persönliche Vorteile für die Trainer

Nr.1: Sie müssen nicht auf Bahnhöfen oder auf dem Weg zum Seminar frieren.

  

Nr. 2: Sie müssen nicht im Stau stehen.

Morgens beim Frühstück höre ich immer entspannt die Staunachrichten im Radio und denke jedes Mal: „Ein Hoch auf Online-Seminare!“
(Da ich kein Stau-Foto habe, hier eins ohne Stau)

Nr. 3. Sie können ungehemmt Knoblauch essen, auch vor einem Seminar 😀 

Nr. 4: Sie können in Ihrem eigenen Bett schlafen.

Wenn Sie öfter mit Schlafstörungen zu tun haben wie ich, dann ist selbst das zu Hause sehr viel angenehmer und Sie können aufstehen, was anderes machen, sich einen heißen Tee holen, was auch immer.

(Leider habe ich gerade nur diese Zeichnung gefunden, wo ich erkältet im Bett liege 😐 )

Nr. 5: Sie müssen nicht so viel Gepäck transportieren und durch die Gegend schleppen

    

 

 

 

 

Nr. 6: Sie brauchen keinen Extra-Keller für Ihre ganzen Requisiten

Schon mal als Info:
Es werden später hier auch die Vorteile, die es für Teilnehmer hat  gesammelt und wir gehen au

Nr. 7: Sie stecken sich nicht bei kranken Teilnehmern an

Und aus aktuellem Anlass kann ich hinzufügen: auch Ihre Teilnehmer stecken sich nicht bei Ihnen an.
Ich habe letzte Woche noch zwei Webinare mit akuter Grippe gehalten. Es ist immerhin eher möglich, sich mal für 1-2 Stunden aus dem Bett zu quälen und an den PC zu wanken, als mit dem Auto oder Zug zu irgendeinem Seminar zu fahren. Das hätte ich auf jeden Fall absagen müssen.
Und auch im Forum kann ich mal 15 Minuten am Tag vorbeischauen, ob ich auf etwas Wichtiges antworten muss. Ansonsten wissen meine Teilnehmer, dass ich das Versäumte nachhole, sowie es mir wieder besser geht.

8. Sie kriegen keine Albträume vor einem bestehenden Umzug (wegen der Millionen Flipcharts in der Dachkammer und Requisiten im Keller)

Auch das ergibt sich aus aktuellem Anlass, weil ich nach 20 Jahren aus meiner Traumwohnung ausziehen muss. Dort habe ich u.a. eine Dachkammer mit einem großen Architektenschrank, wo ich hunderte von Flipcharts gelagert habe.
Und den Keller haben Sie ja schon unter Punkt 6 kennengelernt.

Nun bin ich seit Tagen heftig am Entrümpeln. Viele Flipcharts fotografiere ich – und kann sie so später für Online-Seminare nutzen. (Oder notfalls neu schreiben, sollte ich noch mal ein Präsenzseminar zu dem Thema machen).
3 Kisten voller Requisiten warten nun gepackt im Keller, die ich demnächst bei einem Trainertreffen verschenke.

Denn ob ich eine Wohnung finde, in der ich wieder sooo viel Platz habe wie jetzt, ist ja noch die Frage. Und es ist eine gute Gelegenheit, zu rümpeln. (Es verließen auch noch diverse Musikinstrumente, Küchengeräte und Kleidung meine Wohnung und sind nun bei der Flüchtlingshilfe).

9. Sie können auf gesunden Stühlen sitzen

 

In Präsenz-Seminaren finden Sie in Tagungshotels ja sehr unterschiedliche Stühle. Die meisten sind für mich nicht bequem und für meinen Rücken nicht gesund. Wenn die Lehne leicht nach hinten geht, bekomme ich Rückenschmerzen. Ich muss ganz gerade sitzen.

Zu Hause im Home Office kann ich mir natürlich die richtigen Stühle besorgen. Ich wechsle ab zwischen Swopper und einem Stuhl mit Lehne, an den ich aber ein Kissen in Höhe der Lendenwirbel geschnallt habe.
Auf dem Swopper kann man nicht die ganze Zeit sitzen, daher sollte man das abwechseln.

Falls Sie einen Swopper noch nicht kennen: er ist absolut beweglich, so dass Ihre Rückenmuskulatur ständig arbeitet und damit auch gestärkt wird. Aber das können Sie sich im Internet selbst ansehen, geben Sie bei google Swopper ein oder bei You Tube.

10. Sie können die Raumtemperatur selbst bestimmen

In Tagungshotels sind die Räume oft mit Klimaanlage ausgestattet, was für mich ganz furchtbar ist. Ich bekomme dann sehr schnell Halsschmerzen, was für meine Stimme nicht gerade förderlich ist. Und die brauche ich in Seminaren.

Manchmal sitzt man direkt unter einem Gebläse und kann es nicht einmal abstellen. Das ist oft meine erste Handlung, dass ich mich schlau mache, wie und ob man es ausstellen kann.

Im Home Office kann ich es mir so machen, wie es gut für mich ist. Fenster auf oder zu, Heizung hoch oder runter – und jetzt im Sommer auch ab und zu auf den Balkon. Das bekommt mir viel besser, als die Seminarluft in Hotels und Tagungshäusern.

Was brauche ich, um Online-Seminare geben zu können?

Sie überlegen, ob Sie auch Online-Seminare anbieten wollen oder Ihre Auftraggeber fragt Sie nach Online-Schulungen. Sie fragen sich, welche Voraussetzungen Sie dafür benötigen?

Zu dem Thema biete ich ein kostenloses Webinar:
Vom Präsenz-zum Online-Trainer an.
Montag, 05.02.2018 um 11:00 Uhr.

Um das zu beantworten zu können, müssen vorher einige Fragen geklärt werden.

  1. Sie arbeiten schon als Präsenz-Trainer

    und haben daher Ahnung von Seminarkonzepten, Seminarplanung und Durchführung, Methodik und Didaktik?

Dann geht es erst einmal darum,
– wie Sie Präsenzmethoden in Online-Methoden umwandeln können
– die technische Handhabung zu erlernen
– wie Sie auf die Besonderheiten der Online-Kommunikation eingehen können
– wie Sie auch online die Lerntypen berücksichtigen können
etc.

Doch vorher müssen Sie sich auch über folgende Punkte klarwerden:

  • Ist mein Thema überhaupt geeignet für ein Online-Seminar?
  • Welches Online-Format passt am besten?

Denn es gibt sehr unterschiedliche Formate von Online-Seminaren.

Wenn ich von „Online-Seminar“ schreibe, denken die einen an Webinare, die anderen an die Arbeit in einem Forum, wieder andere an Videos oder Selbstlern-Seminare. Daher sollten Sie sich da vorher einen Überblick verschaffen und sehen, welche Form zu Ihrem Thema und Ihrer Zielgruppe am besten passt.

Schauen Sie hier.

  1. Sie haben bisher noch keine Seminar- und Trainings-Erfahrung,

    wollen aber nun Online-Seminare geben.

Da geht es erst einmal darum für sich klären, warum Sie nun plötzlich Seminare geben wollen. Und wofür Sie diese nutzen wollen.

Wenn Sie nur hin und wieder ein Webinar zur Information geben wollen, reicht es vielleicht, die Technik zu lernen und sich ein paar Beispiele von anderen anzuschauen und dabei zu reflektieren: Was gefällt Ihnen daran? Was nicht? Und es entsprechend ändern oder modellieren.

Im Moment gibt es eine Schwemme von kostenlosen Webinaren, die vor allem zu Werbezwecken eingesetzt werden. Das ist in Ordnung. Das ist eine Form von Marketing. Doch das ist kein „Seminar“.

Wollen Sie hingegen Ihren Teilnehmern wirklich etwas vermitteln in einem Online-Seminar, müssen Sie sich damit befassen, wie Seminare geplant und durchgeführt werden, welche Methoden Ihren Teilnehmern Erfolg versprechen, wie sie wirklich etwas lernen und mitnehmen können.

Trainer ist genauso ein Beruf wie Lehrer – und das kann man lernen. Es gibt Online-Trainer-Ausbildungen, die meisten beschränken sich aber auf Webinare und hier vor allem auf die Technik. Methodisch-didaktische Fragen kommen meist zu kurz.

In der Online-Trainer-Ausbildung und der Webinar-Trainer-Ausbildung in der OAZE – Online-Akademie werden alle notwendigen Bereiche behandelt und am eigenen Leibe praktiziert und erlebt:

  • Planung und Aufbau von Online-Seminaren (als Webinar und in einem Forum)
  • Durchführung von Online-Seminaren (Choreographie, Visualisierung, Kommunikation, etc.)
  • Online-Methoden für die verschiedenen Seminarphasen, die die Teilnehmer aktiv mit einbeziehen
  • Dokumentation und Aufbereitung der Unterlagen für die Teilnehmer
  • Aufgaben eines Online-Trainers
  • Technische Fragen und Online-Tools

Es werden grundsätzliche Themen bearbeitet, die für jeden (Online-) Trainer relevant sind. Lerntypen, Kommunikation, Gruppenarbeiten, Visualisierung und Präsentation und wie diese online aussehen.

Zu mir

Ich bin Diplom Pädagogin mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung, habe von 1980 – 1991 in der Fortbildung für Lehrer und Ausbilder gearbeitet und bin seit 1991 freiberufliche Trainerin mit den Schwerpunkten Train-the-Trainer und Kreativitätstechniken. Seit 2006 biete ich auch Online-Seminare an und führe zweimal jährlich eine Online-Trainer-Ausbildung durch.
Das heißt, ich habe einen ganz anderen pädagogischen Hintergrund und Grundlagen als viele andere, die in den letzten Jahren Webinare für sich als Marketing-Werkzeug kennengelernt haben. Gleichzeitig habe ich durch meine Präsenzseminare Einblick in viele Unternehmen gewonnen und dort Trainings durchgeführt, so dass ich Sie auch für Firmen-Online-Schulungen vorbereiten kann.

Weitere Informationen zu den beiden Ausbildungen finden Sie hier:

Online-Trainer-Ausbildung
Start: 19. Februar 2018

Webinar-Trainer-Ausbildung
Start: 07. Februar 2018

 

Vom Präsenz- zum Online-Trainer

Morgen mache ich ganz spontan einen Workshop zu diesem Thema beim Trainer-Treffen der Haufe-Akademie. Gestern kam ein Anruf, ob ich für eine kranke Kollegin einspringen kann.

Kurz überlegt, was kann ich schnell aus dem Hut zaubern. Wozu habe ich schon was? Als erstes kamen mir Spiele und Energizer in den Sinn. Dazu habe ich schon oft Workshops auf Kongressen gemacht und das kommt immer gut. Da kann jeder Trainer gleich ein paar Methoden und Spiele mitnehmen und sie sofort umsetzen.

Doch dann drängte sich ein weiteres Thema in den Vordergrund. MEIN Thema sind ja aktuell vor allem Online-Seminare. Da wäre es doch vielleicht sinnvoll, ein Thema aus diesem Bereich auszuwählen.

Da das alles rasend schnell entschieden werden musst und ich auch keine Zeit für ein längeres „knackiger Titel-Brainstorming“ hatte, nahm ich die erste Idee: „Vom Präsenz-Trainer zum Online-Trainer.“

Nachdem also Zusage und Titel abgeschickt waren, machte ich mich an die Planung. Das ist ja nun ein riesiges Feld, was nehme ich denn daraus?

Wie kann ich Präsenz-Methoden für Online-Seminare nutzen?

Ich will vor allem keine langen Vorträge halten und zu lange nur Theorie liefern, sondern mit den Teilnehmern praktische Übungen machen. Wider Erwarten werden ich diesen Workshop auch ohne Beamer durchführen.

Ich werde mit den Teilnehmern Präsenzmethoden durchführen und dann erläutern und zeigen, wie ich sie in Online-Seminaren umsetze.

Ein wenig „Theorie“ gibt es zum Anfang. Zuerst einen Überblick über die sehr unterschiedlichen Formate, die mit Online-Lernen zu tun haben. Wenn jemand Online-Seminare sagt, dann hat jeder ein völlig anderes Bild im Kopf.
Schauen Sie hier: Welche Arten von Online-Seminaren gibt es?

Außerdem werden wir untersuchen, wie man auch online alle Lerntypen berücksichtigen kann.

Danach werden wir einige Methoden durchführen, zum Teil genauso, wie ich sie auch im Webinar mache.
Beispiele finden Sie hier.

Ehe ich mich versah, war mein Planungs- Mind Map voll und abends schaffte ich auch noch das Handout. Nun hoffe ich nur, dass ich trotz angesagtem Sturm heute Mittag heile zum Bahnhof komme und der Zug mich sicher nach Mannheim bringt.

Frage an die schon praktizierenden Online-Trainer:
Welche Methoden aus Präsenzseminaren setzen Sie auch online ein, in Webinaren oder im Forum?
Wie und was haben Sie eventuell daran verändert?

Was uns hilft, unsere Visionen und Ziele zu erreichen

Setzen Sie sich auch zu Jahresanfang neue Ziele?

Ich meine damit nicht die „guten Vorsätze“ zum neuen Jahr, wie regelmäßig Sport zu treiben oder weniger Schokolade zu essen, sondern berufliche und private Ziele im Rahmen Ihrer Jahresplanung.

Zurzeit werden wir in den Social Media wieder überschwemmt mit kostenlosen Challenges zum Thema Ziele und Jahresplanung. In der Tat ist das ein wichtiges Thema, das mich auch nach wie vor sehr fasziniert.

Ich kenne aus meinen verschiedenen Seminaren und eigenen Fortbildungen sehr viele schöne Methoden zur Arbeit mit Zielen. Doch in letzter Zeit wurde mir ein wichtiger Aspekt klar.
Diese Methoden können natürlich helfen, seine Ziele klarer zu bestimmen und anzugehen, konkrete Schritte zu planen, die man dann auch umsetzt. Ich nutze sie ja selbst oft.
Doch sie alleine reichen vielleicht nicht immer aus. Zumal die Menschen sehr unterschiedlich gestrickt sind. Mehr oder weniger diszipliniert, mit unterschiedlichen Zeitmanagement- Fähigkeiten und Temperamenten.

Damit solche Methoden greifen, sind noch andere Aspekte zu berücksichtigen, die uns dabei unterstützen können. Dazu möchte ich 3 Punkte aufzeigen:

1. Das WARUM hinter den Zielen
2. Mögliche Hindernisse (negative Glaubenssätze) überwinden und
3. Mentale Unterstützung (Manifestieren).

  1. Das WARUM

Wie sehr wir uns ins Zeug legen, um die geplanten Schritte dann auch umzusetzen, hängt nämlich auch damit zusammen, was sich hinter dem Ziel eigentlich verbirgt. Warum streben wir dieses Ziel an? Was möchten wir damit erreichen? Welche Wünsche und Bedürfnisse verbergen sich dahinter?

Wenn mir das bewusst ist, wird meine Motivation sehr verstärkt, denn so bringe ich auch meine Emotionen ins Spiel und stelle eine Verbindung zwischen Kopf und Herz her. Das Ziel zeigt auf, WAS ich erreichen will, mein Wunsch, mein Bedürfnis zeigt mir das WARUM dahinter, das mein Herz anspricht. Und das hat eine viel stärkere Wirkung.

Dazu habe ich gestern auch ein Webinar mit Kaja Otto angeschaut, wo es genau um dieses Thema ging. Sie nennt es die Intention, die hinter dem Ziel steht.

Es hat eine viel stärkere Kraft, wenn ich mir klarmache, hinter meinem Ziel steckt zum Beispiel das Bedürfnis nach Freiheit oder nach Anerkennung als wenn ich nur sage: „Mein Ziel ist es, dieses Buch zu schreiben.“

Freiheit in dem Sinne, dass ich ortsunabhängig bin und das Buch auch am Meer oder in den Bergen schreiben kann. Oder ich baue mir damit einen Expertenstatus auf und erhalte Anerkennung und neue Aufträge. Oder es liegt das Bedürfnis dahinter, meine Kreativität auszuleben usw.

Wenn mir das bewusst ist, was dahinterliegt, kann ich auch schon jetzt beginnen und schauen, wo kann ich schon kleine Dinge tun, die dieses Bedürfnis befriedigen? Und mich so schrittweise auf das Endziel hinbewegen und gleichzeitig schon von dieser Emotion begleitet und unterstützt werden. Das hat eine viel größere Power als wenn ich mir nur vom Kopf her sage, warum es sinnvoll ist, dieses Buch zu schreiben.

  1. Glaubenssätze

Ein weiterer Aspekt ist das Thema Glaubenssätze. Es kann sein, dass wir starke negative Glaubenssätze haben, die uns unbewusst blockieren. Dann lohnt es sich an der Auflösung dieser Glaubenssätze zu arbeiten. Einen Schritt vorher müssen wir sie überhaupt erst einmal identifizieren und bewusstmachen.

Das finde ich persönlich nicht immer so einfach. Ein wichtiger Hinweis können dabei unsere Gefühle sein. Wenn ich mein Ziel lese oder sogar ausspreche: Wie fühle ich mich dabei? Als vermessene Hochstaplerin? Klingt da eine Stimme in mir, die so etwas sagt wie: „Ja bist du denn verrückt!?“ „Das glaubst du doch selbst nicht, dass du in deinem Alter noch…!“ Oder schäme ich mich sogar dafür? Weil es meiner Vorstellung von einem „guten Menschen“ widerspricht, wenn ich viel Geld verdienen will?

Wenn ich dann merke, nein, vom Kopf her finde ich das völlig in Ordnung, dennoch gibt es diese leise innere Stimme, dann ist das ein Hinweis auf einen gelernten übernommenen Glaubenssatz. Und dann lohnt es sich zu schauen, wo kommt der her? Wer hat so etwas gesagt?

Als Beispiel: Ich als Arbeiterkind bekam fortwährend die Botschaften, dass wir 1. arm sind und sparen müssen und es von daher vermessen ist, Wünsche zu haben, die über die Alltagsversorgung hinausgehen, dass es 2. harte und anstrengende Arbeit erfordert, überhaupt an Geld zu kommen usw. Hinzu kommen noch solche Gefühle von Solidarität. Darf ich einfach ausscheren und deutlich mehr verdienen als mein Vater oder der Rest der Familie? Usw.

Negative Glaubenssätze in positive umwandeln

Wenn Sie solchen Sätzen auf die Spur gekommen sind, gibt es nun wiederum diverse Methoden, wie Sie damit arbeiten können. Ich möchte Ihnen hier eine ganz einfache vorstellen:

Sie notieren die negativen Sätze auf einem Blatt mit einer bestimmten Stiftfarbe (die für Sie vielleicht auch eher negativ ist). Dann nehmen Sie ein zweites Blatt und einen Stift mit einer positiven Farbe und verkehren all die negativen Sätze in ein positives Gegenteil. Schauen Sie dabei nur, ob sich die neuen Sätze positiv für Sie anhören und mit angenehmen Gefühlen begleitet sind.

Der nächste Schritt ist dann, sich diese positiven Sätze regelmäßig vorzulesen, am besten sogar laut. Ich persönlich mag es auch, dazu passende Bilder zu kleben oder zu zeichnen, weil es das noch anschaulicher macht und die positiven Gefühle verstärkt.

  1. Manifestieren

Um die positiven Gefühle zu verstärken, die mich motivieren, dranzubleiben, kann ich verschiedene mentale Methoden hinzunehmen. Sie kennen vielleicht entsprechende Methoden aus dem NLP, die Arbeit mit Affirmationen, positives Denken oder andere.

Eine ähnliche Herangehensweise ist das sogenannte „Manifestieren“ nach dem Gesetz der Resonanz. Hier nur eine absolute Kurzfassung, bei Interesse verweise ich auf das Buch von Pierre Franckh „Das Gesetz der Resonanz“.

Dabei geht es zum einen darum, mir das Ergebnis meines Wunsches so konkret wie möglich vorzustellen, wie wir es auch von anderen Ansätzen her kennen. Innerlich zu visualisieren und zu erleben. Der Trick ist ja, dass unser Gehirn nicht unterscheiden kann zwischen Vorstellung und Realität, die Gefühle sind die gleichen.
Wenn ich mir also ganz oft mein Wunsch-Ziel vorstelle und die positiven Gefühle dabei erlebe, dann hat das schon eine enorme Wirkung. Der Punkt ist eben die Regelmäßigkeit, jeden Tag. Um eine neue Bahn im Gehirn zu legen.
Hinzu kommt aber noch, es wirklich absolut davon überzeugt zu sein, es zu „glauben“ bzw. es so zu fühlen (und zu formulieren) als ob es JETZT schon Realität wäre. Denn unser Unbewusstes befolgt unsere Anweisungen. Wenn wir in die Zukunft denken, dann wartet es mit uns auf die Zukunft.

Dieser letzte Punkt ist für mich (und wahrscheinlich viele andere auch) oft der schwierigste. Ebenso das regelmäßige Dranbleiben. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich lohnt.

Online-Seminar Kreativer Jahreswechsel – 3 Tage

Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema Ziele und Jahresplanung befassen möchten, können Sie das in meinem 3-tägigen Online-Seminar, das ich auch dieses Jahr wieder zum Jahreswechsel anbiete.

Kreativer Jahreswechsel – Rückschau 2017 und Planung 2018

Am 1. Tag führen wir eine strukturierte Jahresrückschau durch, die uns einen wunderbaren Gesamtüberblick gibt und unsere Erfolge und Erfahrungen würdigen und feiern lässt.

Am 2. Tag gibt es verschiedene Methoden für eine strukturierte und kreative Jahresplanung. Auch hier gibt es Methoden für Kopf und Herz gleichermaßen.

Am 3.Tag gibt es dann noch diverse vertiefende, kreative und meditative Methoden, seine Ziele, Wünsche und Pläne zu untermauern und kreativ zu gestalten.

Zu diesem Seminar gibt es nur 5 Teilnehmer-Plätze, damit wir intensiv und konzentriert arbeiten können.

Wir starten am 1. Tag mit einem Live-Online-Seminar (Webinar) und arbeiten dann im geschlossenen Forum der OAZE – Online-Akademie weiter.

Termin:

02.-04. Januar 2018

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